„Arbeitgeber- und Trägerbefragung zur Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung (BAV 2015)“

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Kurzleistungsbeschreibung
für eine „Arbeitgeber- und Trägerbefragung zur Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung (BAV 2015)“
I. Aufgaben und Ziele des Forschungsvorhabens
Das Ziel des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu vergebenden Forschungsvorhabens besteht darin, umfassende Informationen über den aktuellen Stand von Verbreitung und Umfang der betrieblichen Altersversorgung (BAV) und die in Anspruch genommene steuerliche Förderung bereitzustellen.‘

Zu diesem Zweck soll das Forschungsvorhaben die Erfassung von Informationen zur BAV fortführen, welche bereits bis einschließlich 2013 erhoben worden sind. Im Rahmen von auf-einander abgestimmten Teilerhebungen sind für die Jahre 2014 und 2015 die entsprechenden Daten zum einen durch eine repräsentative Befragung von Arbeitgebern der Privatwirtschaft und zum anderen durch Erhebungen bei den Trägern der betrieblichen Altersversorgung zu gewinnen und auszuwerten.‘

Hierbei sollen die Konzepte und Ergebnisse der Vorgängeruntersuchungen „Situation und Entwicklung der betrieblichen Altersversorgung in Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst 2001 - 2004“ (BAV 2004), „Situation und Entwicklung der betrieblichen Altersversorgung in Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst 2001 – 2007“ (BAV 2007), „Situation und Entwicklung der betrieblichen Altersversorgung in Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst (BAV 2011)“ sowie „Trägerbefragung zur betrieblichen Altersversorgung (BAV 2013)“ als Grundlage dienen. Diese Studien sind unter www.bmas.de im „Suche-Feld“ mit den Codes F345, F384, FB429 bzw. FB449-1 abrufbar.‘

Durch die Arbeitgeberbefragung ist die Anzahl und der Anteil der Arbeitnehmerinnen und Ar-beitnehmer in der Privatwirtschaft mit betrieblichen Versorgungszusagen grundsätzlich differenziert nach Branchen und Betriebsgrößen, Durchführungswegen, Art der Finanzierung, Frauen und Männern sowie alten und neuen Ländern zu ermitteln. Die Ergebnisse der Erhe-bung sollen insbesondere auch Aussagen zur BAV-Verbreitung in kleineren und mittleren Unternehmen ermöglichen. Von besonderem Interesse sind auch die Anzahl und der Anteil von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit Entgeltumwandlung.‘

Durch die Trägerbefragung sind die Anzahl der aktiv Versicherten, die Anzahl und der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Anwartschaften und die Beitragshöhe zu ermitteln. Darüber hinaus ist die Anzahl der Anwartschaften zu erfragen. Bei den einzelnen Trägern der Durchführungswege Pensionskassen, Pensionsfonds, Zusatzversorgungsträgern im öffentlichen Dienst und Anbietern von Direktversicherungen ist eine Befragung durchzuführen. Für Direktzusagen sowie Unterstützungskassen haben die Erhebungen auf Basis der Daten des Pensionssicherungsvereins zu erfolgen.‘

Näheres zu den zu erhebenden Sachverhalten kann den genannten Vorgängerstudien entnommen werden.‘

Es sind wissenschaftliche Berichte zu erstellen (Schlussbericht, Methodenbericht), wobei sich Gliederung und Umfang grundsätzlich an den Berichten zur BAV 2004, BAV 2007, BAV 2011 und BAV 2013 orientieren. Zusätzlich ist ein ausführlicher Tabellenband zu erstellen, der eine breite Übersicht über die Ergebnisse der Erhebung bietet. Anonymisierte Einzeldatensätze mit den Erhebungsdaten und den verwendeten Hochrechnungsfaktoren sind auf einem Datenträger zu liefern.‘

II. Laufzeit und Umfang des Forschungsvorhabens‘
Der geplante Zeitrahmen für das Forschungsprojekt umfasst das zweite Halbjahr 2015 sowie die ersten zehn Monate des Jahres 2016. Die hochgerechneten Ergebnisse in Tabellenform sind in einem Zwischenbericht zwingend bis zum 30.06.2016 vorzulegen.‘

Es sind eine repräsentative Erhebung bei Arbeitgebern der Privatwirtschaft (Arbeitgeberbefragung) und Vollerhebungen (soweit sinnvoll) bei den Versorgungsträgern der betrieblichen Altersversorgung (Trägerbefragung) durchzuführen. Die Grundgesamtheit der Arbeitgeberbefragung bilden alle Betriebsstätten der Privatwirtschaft in Deutschland, die am 31.12.2015 mindestens einen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten haben. Bei der Stichprobenziehung sind sämtliche Branchen und Betriebsgrößenklassen der Privatwirtschaft einzubeziehen, auch hinsichtlich aussagekräftiger Ergebnisse zur BAV-Verbreitung in kleineren und mittleren Unternehmen. Dabei ist eine Nettostichprobe von mindestens 3.000 auswertbaren Fragebögen sicherzustellen. Auch diesbezüglich wird insbesondere auf die Vorgängerstudie „Situation und Entwicklung der betrieblichen Altersversorgung in Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst (BAV 2011)“ verwiesen.‘.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-04-10. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-03-11.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-03-11 Auftragsbekanntmachung
2015-07-27 Bekanntmachung über vergebene Aufträge