Erweitertes Impact Assessment: weitergehende Modellanalyse zu den Effekten eines „Klimabeitrages“ auf den Stromsektor und den Ausbau erneuerbarer Energien

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

A. Gegenstand des Auftrages:
Die zu erarbeitende Analyse soll eine umfassende und weitergehende Modellierung der Effekte des CO2-Instruments für den Stromsektor („nationaler Klimabeitrag“) im Sinne eines erweiterten „Impact Assessments“ (modellgestützte Begleitung Gesetzgebungsprozess) und ein fundiertes Verständnis der Effekte auch im Hinblick auf den Transformationsprozess des Stromsystems hin zu hohen Anteilen erneuerbarer Energien und deren Marktintegration vermitteln.
1.Ziel des Auftrags
Das BMWi erarbeitet ein Gesamtpaket von Instrumenten, die die Leistungsfähigkeit des Strommarkts im Sinne einer effizienten, sicheren und umweltverträglichen Stromversorgung weiter stärken sollen. Ein entsprechendes Eckpunktepapier wurde im März vorgelegt. Ein Element ist der von BMWi entwickelte und von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel im Bundestag am 26. März erläuterte Vorschlag eines „Klimabeitrages“ für fossile Kraftwerke, mit dem 22 000 000 t CO2 im Stromsektor eingespart werden sollen. Mit dem Instrumentenvorschlag soll der Beschluss des Bundeskabinetts vom 3. Dezember 2014 umgesetzt werden.
Der angestrebte „Klimabeitrag“ dient im Kontext des geplanten Paketes aus verschiedenen, aufeinander abgestimmten Maßnahmen – Strommarktdesign, KWKG-Novelle und Klimabeitrag – nicht nur zur Erreichung des Klimaziels für das Jahr 2020, sondern auch der Integration der erneuerbaren Energien. Durch den Klimabeitrag wird eine kompatiblere Erzeugungsstruktur Strommarkt angereizt. Durch das Instrument wird ein Anreiz geschaffen, fossile Kraftwerke bevorzugt dann einzusetzen, wenn die Einspeisung erneuerbarer Energien relativ gering und die Strompreise relativ hoch sind. Umgekehrt kann das Instrument dazu führen, dass in Zeiten hoher Einspeisung erneuerbarer Energien fossile Kraftwerke preiselastischer reagieren. Gegenwärtig werden dank niedriger Grenzkosten vor allem alte, tendenziell unflexible und emissionsintensive Kraftwerke auch in den Zeiten eingesetzt, wenn durch die erneuerbaren Energien eigentlich ausreichend Kapazität vorhanden ist. Somit entsteht derzeit in der Tendenz ein Verdrängungseffekt zuungunsten der erneuerbaren Energien. Das geplante Instrument eines „Klimabeitrages“ fossiler Kraftwerke setzt Anreize zur Flexibilisierung der Erzeugung und erhöht damit die Kompatibilität des fossilen Kraftwerksparks mit dem zunehmenden Anteil und den Eigenschaften der erneuerbaren Energien.
Ziel des Projektes ist die weitergehende modellgestützte Analyse von allen energiewirtschaftlichen Effekten des Modells eines „Klimabeitrags“ für den Stromsektor im Sinne eines umfassenden und erweiterten Impact Assessments. Damit soll der Gesetzgebungsprozess modellgestützt begleitet werden, wenn neue, derzeit nicht vorhersehbare Fragen zur Ausgestaltung des Instruments analysiert werden müssen.
Fortsetzung der Leistungsbeschreibung unter VI.3).

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-05-28. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-05-06.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-05-06 Auftragsbekanntmachung
2015-08-05 Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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