Makroökonomische Wirkungen und Verteilungsfragen der Energiewende

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Referat I C 4

Die Energiewende umfasst einen breiten Bereich – von der Stromerzeugung über die energetische Sanierung von Gebäuden bis hin zur Elektromobilität. In den für die Energiewende relevanten Sektoren Strom, Wärme und Verkehr sind erhebliche Investitionen erforderlich. Zudem werden komplexe Wachstums- und Beschäftigungseffekte sowie Verteilungseffekte ausgelöst. Ein fundiertes Verständnis der verschiedenen gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen sowie eine kontinuierliche Darstellung der quantitativen Effekte der Energiewende im Zeitverlauf sind für die weitere Umsetzung der Energiewende (Nachsteuerung), den Monitoring-Prozess (Monitoring-Berichte) und die Information der Öffentlichkeit (Akzeptanz) entscheidend.
Ziel des Vorhabens ist es daher, die gesamtwirtschaftlichen Effekte der Energiewende umfassend zu untersuchen, Zusammenhänge aufzuzeigen (Allokation, Distribution) und modellgestützt Ergebnisse (ex post sowie ex ante mit Perspektive bis 2030) zu quantifizieren. Eine Systematisierung der Effekte ist erwünscht; dabei sind beispielsweise auch verschiedene sinnvolle Abgrenzungen der Energiewirtschaft (z. B. sektoral, regional, nach Energieträgern, etc.) zu unterlegen und darzustellen. Im Mittelpunkt der statistischen und Szenario basierten Analyse steht die historische und zukünftige Entwicklung von Wertschöpfung, Beschäftigung und anderer gesamtwirtschaftlicher Aggregate. Darüber hinaus soll dargestellt werden, wie sich die Systemkosten der gesamten Energieversorgung auf einer möglichst disaggregierten Ebene entwickelt haben bzw. entwickeln werden. In Schwerpunktanalysen soll insbesondere auf Verteilungseffekte und diesbezügliche potenzielle zukünftige Hemmnisse in der Umsetzung der Energiewende ausführlich eingegangen werden. Verteilungseffekte sind mit Daten gestützt zu diskutieren und Handlungsoptionen begründet darzustellen. Zudem sollen auch die Aspekte behandelt werden, die gesamtwirtschaftlich relevant, aber methodisch bzw. quantitativ schwer zu fassen sind (z. B. „green growth“ (sektoraler Wandel), vermiedene Externalitäten). Im Rahmen von Sensitivitätsanalysen soll der Einfluss wichtiger Kenngrößen (z. B. Sanierungsrate) auf die Gesamtwirtschaft untersucht werden.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-03-24. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-02-20.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
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Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-02-20 Auftragsbekanntmachung
2015-06-22 Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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