Verantwortliche Durchführung des operativen IT-Betriebes im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) und Mitwirkung bei seiner Fortentwicklung

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)

Verantwortliche Durchführung des operativen IT-Betriebes im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) nach den organisatorischen Rahmenvorgaben, insbesondere der IT-Sicherheit, und den Einzelweisungen des Auftraggebers und Mitwirkung bei seiner Fortentwicklung.
Wesentliche Elemente der aktuellen IT-Architektur des BMJV sind:
— Ethernet-Netzwerkarchitektur mit Lichtwellenleiter- und Kupferverkabelung (100/1000 MBits/s im Client-Bereich und 1-40 Gigabit-Ethernet im Backbone ); Storage-Integration über Fiber Channel oder Fiber Channel over Ethernet; diverse Elemente der Netzwerksicherheit (NAC, Monitoring, Firewall, VPN, etc.);
— Bürokommunikationssystem in Client-Server-Architektur mit Windows- und Linux-Betriebssystemen im Client- und Serverbereich (Windows Server 2010 R2-Domäne mit ca. 100 Servern und 870 Clients);
— Zentrale Softwareverteilung für Windows-Clients (Baramundi);
— Interne und externe E-Mail-Kommunikation (Microsoft Exchange Server 2010 und Outlook 2010);
— Interne und externe Datenkommunikation überwiegend über den Informationsverbund Berlin-Bonn IVBB (Internet, Intranet, Telematik, Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen, externe Datenbanken, Anbindung an juris, Bund-TV);
— Relationale Datenbanksysteme (Oracle 11g, MS SQL Server 2010, MySQL, 4D);
— Dokumentenmanagement-System (OpenText DOMEA);
— Zutritts- und Zeiterfassungssystem;
— Elektronisches Personal-, Organisations- und Stellenverwaltungssystem (Bundesverwaltungsamt EPOS);
— Translation Memory und Terminologieverwaltungssystem (SDL Trados Studio);
— Auftragsverwaltungssystem (AVS) für den Sprachendienst;
— Elektronische Verfahrenssteuerung (Intraplan B);
— Verfassungsarchiv (Dokumentenbibliothek auf Basis Windows Sharepoint Services 3.0);
— Systemdatenbank (Eigenentwicklung auf Basis PHP und MySQL);
— Ticketsystem (OTRS);
— Identity Managementsystem.
Darüber hinaus werden weitere Dienste und Anwendungen betrieben.
In diesem Systemkontext ist beabsichtigt, Dienstleistungen folgender Art zu vergeben:
— Technisches Management;
— Systempflege und -überwachung;
— Server- und Clientmanagement;
— Netzwerkmanagement;
— Applikationsmanagement;
— Datenbankpflege und –wartung;
— Durchführung des First und Second Level Supports;
— Einleitung und Begleitung des Third Level Supports;
— Datensicherung und –wiederherstellung;
— Security-Management (IT-Grundschutz);
— Dokumentation.
Außerdem wird die beratende und durchführende Mitwirkung bei der Weiterentwicklung des operativen IT-Betriebes im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz erwartet. Das BMJV berücksichtigt dabei auch Open Source Software.
Gegenwärtig verfügt das BMJV über ca. 750 Bedienstete, die in zwei Liegenschaften in Berlin sowie einer Liegenschaft in Bonn tätig sind. Die meisten Bediensteten arbeiten am Hauptsitz des Ministeriums in der Mohrenstraße in Berlin. Daneben unterhält das BMJV in Berlin eine weitere Liegenschaft in der Friedrichstraße. In Bonn ist eine Dienststelle mit ca. 10 Beschäftigten verblieben.
Die Leistungen sind grundsätzlich beim Auftraggeber vor Ort in der Dienststelle Berlin (Liegenschaften Mohrenstr. 37 sowie Friedrichstr. 191 in 10117 Berlin) zu erbringen; die Anwendung von Fernwartungs-/-administrationsverfahren für die Dienststelle Berlin ist nur im Ausnahmefall nach ausdrücklicher Genehmigung des Auftraggebers zulässig. Für die Bonner Dienststelle ist eine Anwesenheit vor Ort in der Regel nicht erforderlich. Der Betrieb erfolgt hier per Fernadministration von der Dienststelle Berlin aus. Für den Fall, dass eine Entstörung oder sonstige Betriebsmaßnahme die Anwesenheit vor Ort erfordert, ist diese innerhalb einer angemessenen Frist zu realisieren. Es ist stets qualifiziertes Personal mit anforderungsgerechten Fach- und deutschen Sprachkenntnissen in ausreichender Anzahl einzusetzen, das sich einer förmlichen Verpflichtung und Sicherheitsüberprüfung zu unterziehen hat. Die gesamte mündliche und schriftliche Kommunikation zwischen dem Auftraggeber und dem Auftragnehmer einschließlich seiner Erfüllungsgehilfen und Vertretungspersonen erfolgt in deutscher Sprache.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-06-23. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-05-06.

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Wie?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-05-06 Auftragsbekanntmachung