Entwicklung von Maßnahmen zur effizienten Gewährleistung der Systemsicherheit im deutschen Stromnetz
I. Hintergrund:
Künftig soll die Energieversorgung in Deutschland vorwiegend auf erneuerbaren Energien (EE) aufbauen, und die Stromerzeugung aus Kernenergie schrittweise bis 2022 beendet werden. Im Strombereich stellt dieser Umbau die Netzinfrastruktur vor enorme Herausforderungen, insbesondere bedingt durch den zunehmenden Stromtransport auf Übertragungsnetzebene von Nord nach Süd sowie eine verstärkte Einspeisung kleiner dezentraler Anlagen in die Verteilernetze. Für den Ausbau der EE müssen die Netze sowohl auf Verteiler- als auch auf Übertragungsnetzebene ausgebaut und auf die veränderte Erzeugungssituation eingestellt werden.
Dabei resultieren aus der zunehmenden fluktuierenden EE-Einspeisung und der geographischen Verteilung von Last und Erzeugung in Verbindung mit Netzengpässen erhöhte Anforderungen an die Steuerung des elektrischen Systems, die im Netzbetrieb umgesetzt werden müssen. Dazu gehören insbesondere die verstärkte Bewirtschaftung von Netzengpässen (Redispatch, Einspeisemanagement), die verbesserte Koordination und Kommunikation zwischen allen Akteuren sowie Planung und Prognose. Es muss insbesondere auch sichergestellt werden, dass bei der steigenden Anzahl dezentraler Erzeugungsanlagen diese im notwendigen Maße durch die Netzbetreiber ansteuerbar sind und das System über notwendige netzstabilisierende technische Fähigkeiten (z. B. Bereitstellung von Systemdienstleistungen) verfügt.
II. Ziel des Auftrages:
Im Rahmen des Projektes sollen Untersuchungen zur Optimierung des operativen Stromnetzbetriebes sowie zur Identifizierung relevanter Risiken für den Betrieb der Stromnetze durchgeführt werden. Darauf aufbauend sollen Vorschläge entwickelt werden, mit welchen Maßnahmen die Systemsicherheit im deutschen Stromnetz weiterhin effizient gewährleistet werden kann. Sollten diese Maßnahmen aus Sicht des Auftragnehmers Änderungen des Rechtsrahmens erforderlich machen, ist die Auftraggeberin auf diesen Handlungsbedarf hinzuweisen. Dabei soll der Auftragnehmer nur punktuell unterstützen, eine mögliche Ausformulierung von Gesetzesanpassungen verbleibt als ministerielle Kernaufgabe in der Verantwortung des BMWi.
Hinweis:
Aus Platzgründen kann die komplette Leistungsbeschreibung nicht im Vordruck des EU Amtsblattes und im Ausschreibungsformular auf der Evergabe Plattform abgebildet werden. Gesamte Leistungsbeschreibung ist auf der BMWI Hompage unter Service, Ausschreibungen und Bezeichnung des Auftrages einsehbar und auch als PDF Datei Anlage auf der Evergabe Plattform im entsprechenden Ausschreibungstext abrufbar.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-04-05.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-02-22.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2016-02-22
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Auftragsbekanntmachung
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