Bisher beschränkt sich die Evaluation der Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Wesentlichen auf die Betrachtung relativ kurzer Zeiträume. Langfristige Wirkungen der Förderung werden regelmäßig nicht betrachtet. Dabei zeigt sich immer wieder, dass die Diffusion von Forschungsergebnissen in den Markt seine Zeit braucht. Mittel- und langfristige Wirkungen der Förderung im Bereich der digitaler Technologien sind daher praktisch nicht sichtbar. Eine wichtige Empfehlung des für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie durchgeführten Forschungsgutachtens „Entwicklung eines allgemeinen indikatorgestützten Evaluationssystems für den Aufgabenbereich ‚Entwicklung konvergenter Informations- und Kommunikationstechnik (IKT)‘“ war es daher, im Rahmen der Evaluation auch die Langfristwirkungen der Förderung zu betrachten und hierfür – aufbauend auf den Ergebnissen der vorgenannten Studie – einen geeigneten Set von Indikatoren zu entwickeln. Weiter unter Punkt VI.3).
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2016-10-10.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2016-08-25.
Auftragsbekanntmachung (2016-08-25) Objekt Umfang der Beschaffung
Titel: Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung📦
Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot
Öffentlicher Auftraggeber Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde
Name des öffentlichen Auftraggebers: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Referat I C 4
Postanschrift: Villemombler Straße 76
Postleitzahl: 53123
Postort: Bonn
Kontakt
Internetadresse: http://www.bmwi.de🌏
E-Mail: johann.apostel@bmwi.bund.de📧
Telefon: +49 30186156069📞
Fax: +49 30186152698 📠
“Fortsetzung von Punkt II.1.5). In einem ersten Schritt sollen für die langfristige Wirkungsforschung im Sinne einer Wirkungskettenbetrachtung die...”
Fortsetzung von Punkt II.1.5). In einem ersten Schritt sollen für die langfristige Wirkungsforschung im Sinne einer Wirkungskettenbetrachtung die Indikatoren sowohl für retrospektive als auch begleitende Längsschnittanalysen (Longitudinalstudien) zu Forschungsförderschwerpunkten und -projekten im Bereich „Entwicklung digitaler Technologien“ herausgearbeitet und ein „Praxisleitfaden Wirkungskettenbetrachtung“ erstellt werden. Dabei sind die Ergebnisse der Studie „Entwicklung eines allgemeinen indikatorgestützten Evaluationssystems für den Aufgabenbereich ‚Entwicklung konvergenter Informations- und Kommunikationstechnik (IKT)‘“ [siehe Anlage] zu berücksichtigen. Bei der Entwicklung des Set an Indikatoren sind u. a. folgende Fragestellungen zu beachten: 1. Wie haben sich die zentralen technologischen Begriffe im Zeitverlauf verändert? Welche wurden durch den Förderkontext entwickelt und geprägt? 2. Welche Sichtbarkeit haben Projektergebnisse erreicht? 3. Wie hat sich die Awareness für bestimmte technologische Themen verändert? 4. Kam es zu Prozessen des Community-Buildings? 5. Welche Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und weitere Akteure konnten sich im Kontext der Förderung profilieren? 6. Ist nachvollziehbar, welche Impulse von den Projekten ausgegangen sind (z.B. mit Blick auf Umsatz und Beschäftigung)? 7. Lässt sich feststellen, wie groß der Gesamtimpuls aus dem Förderschwerpunkt war (z. B. mit Blick auf die Standardisierung)? In einem zweiten Schritt soll dann der entwickelte Set an Indikatoren bzw. der „Praxisleitfaden Wirkungskettenbetrachtung“ dazu genutzt werden, um exemplarisch jeweils eine Langfristbetrachtung der Wirkungen eines bereits abgeschlossenen Förderprogrammes und eines größeren -projektes durchzuführen. Soweit möglich sollen in diesem Zusammenhang auch die Erfolgsfaktoren für gut funktionierende Wirkungsketten (im Sinne von „lessons learnt“) aufgezeigt werden. Die Auswahl der Untersuchungsgegenstände erfolgt in Abstimmung mit dem Auftraggeber. Informationen zum Aufgabenbereich finden sich unter www.digitale-technologien.de
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Quelle: OJS 2016/S 166-299642 (2016-08-25)