Menge oder Umfang
1. ProjektdarstellungErkenntnis- und ForschungsbedarfAm 1. Dezember 2016 hat der Ausschuss für Raumordnung der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit das „Gemeinsame Zukunftskonzept für den deutsch-polnischen Verflechtungsraum – Vision 2030“ angenommen. Das Konzept beruht auf den Leitbildern der Raumordnung in Deutschland und Polen und interpretiert sie aus regionaler und grenzüberschreitender Sicht. Mit diesem Konzept haben die für Raumordnung verantwortlichen Einrichtungen in den Ländern, Wojewodschaften und auf nationaler Ebene erstmals seit 1995 gemeinsam die besonderen Herausforderungen in diesem Raum beschrieben und sich auf Leitvorstellungen verständigt.Das Gemeinsame Zukunftskonzept bildet den Rahmen für die Arbeit des Raumordnungsausschusses in den nächsten Jahren. Die beteiligten Einrichtungen haben sich auf eine schrittweise, Schwerpunkte setzende Vorgehensweise verständigt. In den Jahren 2017 bis 2019 stehen dabei folgende Aktivitäten im Vordergrund:— Austausch mit den Akteuren der grenzübergreifenden europäischen Förderprogramme (Interreg A).— Identifizierung von Flaggschiffprojekten des Zukunftskonzeptes durch einen deutsch-polnischen Wettbewerb.— Verstärkte Einbeziehung kommunaler Akteure.Mit diesem Vorhaben soll ein der Wettbewerb für deutsch-polnische Flaggschiffprojekte initiiert und durchgeführt werden. Die deutschen Länder sollen darüber hinaus bei der Einbeziehung der kommunalen Ebene in die grenzübergreifende Kooperation unterstützt werden.In den Jahren 2011 und 2013 haben die für Raumordnung zuständigen Ministerien in Deutschland und Polen das Instrument des Wettbewerbs zur Identifizierung und Motivierung grenzüberschreitender Kooperationsprojekte getestet. Mit 50 bzw. 55 Einsendungen übertrafen beide Runden des Wettbewerbs die Erwartungen der Auslober deutlich. Auch das große Interesse an einer gemeinsamen Konferenz im Oktober 2014 zeigte, dass Bedarf an Austausch vorhanden ist und eine Anerkennung und Begleitung der nicht immer einfachen kommunalen und regionalen Zusammenarbeit durch nationale Einrichtungen große Bedeutung hat. Ergebnis der damaligen Wettbewerbe war es, das weiterer Bedarf besteht, modellhafte Projekte im Rahmen eines weiteren Wettbewerbes zu identifizieren und sie als gute Beispiele für die die Entwicklung der gesamten Region zur Verfügung zu stellen.In Kooperation mit den zuständigen Behörden der vier Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen sollen kommunale Akteure verstärkt in die Umsetzung des Zukunftskonzeptes einbezogen werden. Dazu sind der Bekanntheitsgrad des Gemeinsamen Zukunftskonzepts bei den kommunalen Akteuren zu erhöhen und ein Aufgreifen der im Konzept skizzierten Ansätze vor Ort zu erleichtern. Die Sichtweisen und Erfordernisse der kommunalen Akteure soll umgekehrt aufgegriffen und durch den Raumordnungsausschuss in seiner weiteren Arbeit verstärkt berücksichtigt werden. Hierzu ist eine Gesprächsreihe mit lokalen Akteuren aus Verwaltung, Wirtschaft und Verbänden vorgesehen.Die Durchführung dieses Vorhabens wird in drei Lose aufgeteilt (vgl. Tabelle zu Ziffer 2). Es ist möglich, nur für ein Los oder getrennt für zwei oder drei Lose zu bieten.ForschungsfragenDie Beantwortung der Forschungsfragen erfolgt durch Auswertung der eingereichten Wettbewerbsbeiträge und der Gespräche Gesprächsreihe mit lokalen Akteuren. Sie sind deshalb nur für die Lose und 1 und 3 zu beantworten.1. Welche der in der aktuellen Studie der Europäischen Kommission zu Grenzhindernissen („border obstacles“) benannten Hemmnisse (i) sozioökonomische Disparitäten, ii) physische, iii) kulturelle sowie iv) normative und institutionelle Hemmnisse spielen im Verflechtungsraum die größte Rolle?2. Welche der in der gleichen Studie identifizierten Potenziale sind wie vertreten: i) Wettbewerbsfähigkeit, ii) Marktintegration, iii) Human- und Sozialkapital, iv) gemeinsame öffentliche Dienstleistungen sowie v) gemeinsame Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen?3. Welche Möglichkeiten für Interventionen (Governance, Finanzierung und Regulierung) ergeben sich für die Raumordnung auf nationaler und Landesebene und welche Hemmnisse bestehen bei der Umsetzung?4. Welche Finanzierungsquellen spielen außer den grenzüberschreitenden Interreg-A-Programmen die wichtigste Rolle bei der Durchführung der Vorhaben? Wie bedeutsam ist temporäre Projektfinanzierung im Vergleich zur Finanzierung aus dauerhaften Finanzquellen?5. In welchem Maß tragen die Projekte zur Umsetzung von regionalen Entwicklungsstrategien im Verflechtungsraum bei?6. Wie können bei der 2019/2020 anstehenden Überarbeitung bzw. Neuformulierung dieser Strategien die im „Gemeinsamen Zukunftskonzept für den deutsch-polnischen Verflechtungsraum – Vision 2030“ formulierten Ziele noch besser verankert werden?2. Aufgabendarstellung2.1 Arbeitsschritte, methodische Vorgehensweise, ZeitschieneLos Beschreibung Laufzeit1 Durchführung eines Wettbewerbs für Flaggschiffprojekte der Raumordnung im deutsch-polnischen Verflechtungsraum 12/17 bis 11/192 Vorbereitung und Durchführung einer Konferenz 12/17 bis 08/193 Vorbereitung, Organisation und Nachbereitung einer Veranstaltungsreihe mit kommunalen Akteuren 12/17 bis 06/19Los 1 Durchführung eines Wettbewerbs für Flaggschiffprojekte der Raumordnung im deutsch-polnischen VerflechtungsraumArbeitspaket 1 Konzeption, Abstimmung und DurchführungFrühjahr 2018 bis Herbst 2019— Vorbereitung der Schirmherrschaft durch die zuständigen Minister in DE und PL— Erarbeitung und Verteilung der Antragsunterlagen (Auslobung, Auswahlkriterien, Projektformular);— Information der Stakeholder über elektronische Kanäle (v.a. deutsch-polnisches Raumordnungsportal www.kooperation-ohne-grenzen.de);— Beantwortung von Anfragen;— Entgegennahme der Einreichungen; ggf. Nachforderung fehlender Unterlagen;— Alle zwei Monate Abstimmungsgespräche mit dem Auftraggeber, Ort: Berlin und zweimal Warschau;Die Themen des Wettbewerbs orientieren sich an den fünf Handlungsfeldern des Gemeinsamen Zukunftskon-zepts für den deutsch-polnischen Verflechtungsraum:— Die Vorteile der polyzentrischen Siedlungsstruktur nutzen— Die verkehrlichen Verbindungen verbessern— In die Menschen investieren— Nachhaltiges Wachstum fördern— Die Grundlagen für eine hohe Lebensqualität sichernUnterlagen und eingereichte Projekte der Vorläuferwettbewerbe von 2011 und 2013 sind auf dem Deutsch-Polnischen Raumordnungsportal zu finden (
www.kooperation-ohne-grenzen.de, Rubrik Projekte und Aktivitäten).Arbeitspaket 2 Vorbereitung und Organisation der AuswahlentscheidungOktober 2018 bis März 2019— Besetzungsvorschläge für bis zu acht Jurymitglieder aus Wissenschaft und Verwaltung;— Ansprache und regelmäßige Information der vom AN ausgewählten Mitglieder;— Zusammenstellung, Aufbereitung und Vorbewertung (longlist und shortlist) der eingereichten Projektvorschläge (in den beiden vorangegangen Wettbewerben gab es 50 bzw. 55 Bewerbungen);— Organisation und Durchführung der Jurysitzung, einschließlich ggf Aufwandspauschalen für Jurymitglieder, Raummiete und Catering;— Aufbereitung der Auswahlergebnisse;— Vorbereitung der Auszahlung der Preisgelder für fünf Projekte in Höhe von je 5.000 Euro; das Budget für die Preisgelder ist nicht mit einzukalkulieren; die Auszahlung erfolgt durch BBSR.Arbeitspaket 3 Fachöffentlichkeitsarbeitkontinuierlich— Organisation der Preisverleihung einschließlich Ansprache von Medienvertretern (in Abstimmung mit BMVI) im Rahmen der deutsch-polnischen Raumordnungskonferenz (siehe Los 2)— Durchführung jeweils eines nicht-öffentlichen Workshops mit je 10 Personen mit den ausgewählten Flaggschiffprojekten— Entwicklung und Abstimmung eines Signets für Flaggschiffprojekte— Allgemeinverständliche und ansprechende Projektbeschreibungen für das deutsch-polnische Raumordnungsportal in deutscher, polnischer und englischer Sprache— Mindestens vierteljährliche Updates zum Wettbewerb auf dem Raumordnungsportal (jeweils ca. 5.000 Zeichen)— Publikation zur beispielhaften Umsetzung des Gemeinsamen Zukunftskonzeptes mit den Inhalten: Einführung (eine Seite), wichtigste Antworten auf die Leitfragen (ca. vier Seiten), Gewinnerprojekte (zehn Seiten), Ausblick (eine Seite).o Zweisprachige Broschüre deutsch/polnisch im Gesamtumfang von ca. 24 Seiten inkl. Um-schlagseiteno Dto. in einsprachig englisch (12 Seiten)Los 2 Vorbereitung und Durchführung einer KonferenzVorbereitung und Durchführung einer öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung des BMVI im März 2019 gemeinsam mit dem Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung (MR) der Republik Polen und der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung der Länder Berlin und Brandenburg zur raumentwicklungspolitischen Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten. Die weiteren Länder und Wojewodschaften im Verflechtungsraum sollen in geeigneter Weise bei der Durchführung berücksichtigt werden.Eckpunkte der Veranstaltung:gemeinsame Veranstaltung mit MR der Republik Polen und GLBBEröffnung durch Minister auf Abendveranstaltung am ersten Tag angestrebt, mit Preisverleihung für Flaggschiffprojekte (vgl. Los 1), Empfang mit ImbissBegrüßung zweiter Tag durch Staatssekretär oder leitende BeamteDurchführung am zweiten Tag von parallelen Arbeitsgruppen zu den fünf Handlungsfeldern des Gemeinsamen Zukunftskonzepts (Dauer ca. 90 Minuten) (mit Moderator, Protokollant, Impulsreferaten)Vorabend, Plenum und Arbeitsgruppen durchgehend simultan deutsch/polnisch übersetztprofessionelle, zweisprachige Moderation für Vorabend und FachtagEinbeziehung von Studierenden gewünscht, z. B. Ideenwerkstatt zu einem eng begrenzten Thema aus dem Zukunftskonzept o.ä.Möglichkeit für Ausstellung der Flaggschiffprojekte und der vier Euroregionen und ggf. weiterer ausgewählter EinrichtungenVeranstaltung soll medial dokumentiert werdenTermin ca. März 2019. Deutsche und polnische Feiertage sind zu beachtenCa. 150 bis 250 TeilnehmendeAufgaben:Weiterentwicklung der oben skizzierten Eckpunkte bis zum endgültigen TagungsprogrammAnsprache von Gesamt-Moderator, ReferentInnen, PodiumsteilnehmerInnen, Workshop-AkteurenAktualisierung und Ergänzung eines Adressverteilers für deutsche und polnische Akteure im Verflechtungsraum (ca. 1.200 Adressen: Verwaltungen ab Ebene Amt aufwärts, Wirtschafts- und Sozialpartner, Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen, Kammern, Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsförderer, Akteure des Verkehrssektors, …)Drei Abstimmungsgespräche mit Auftragnehmer (zwei in Berlin, eins in Warschau)Los 3 Vorbereitung, Organisation und Nachbereitung einer Veranstaltungsreihemit kommunalen AkteurenIn Kooperation mit den zuständigen Behörden der vier Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen sind geeignete Maßnahmen zu planen und durchzuführen, um den Bekanntheitsgrad des Gemeinsamen Zukunftskonzepts bei kommunalen Akteuren zu erhöhen und ein Aufgreifen der im Konzept skizzierten Ansätze vor Ort zu erleichtern. Umgekehrt sollen die Sichtweisen und Erfordernisse der kommunalen Akteure aufgegriffen und durch den Raumordnungsausschuss in seiner weiteren Arbeit verstärkt berücksichtigt werden.Aufgaben:— Konzeptionelle und inhaltliche Vorbereitung der Veranstaltungen, u.a. Zusammenstellung der wichtigsten lokalen und regionalen Entwicklungstrends und -hemmnisse— Identifizierung der wichtigsten Multiplikatoren im Bereich der kommunalen und regionalen Planung im Verflechtungsraum; Ansprache in Abstimmung mit dem Auftraggeber und den zuständigen Landesressorts— Organisation und Durchführung der Veranstaltungen (siehe 2.2 unten)— Dokumentation und Zusammenfassung der Ergebnisse für interne Verwendung bei den Beteiligten2.2 VeranstaltungenAlle Lose:Die Kosten für Technik, Erstellung, Druck und Versand von Einladungen, Catering (Getränke und einfacher Imbiss) sind im Angebot zu berücksichtigen. Druckkosten sind gesondert auszuweisen.Darüber hinaus sind die nachfolgend pro Los aufgeführten Kosten zu kalkulieren.Die Kosten werden nach tatsächlichem Aufwand abgerechnet und auf Nachweis erstattet.Los 1 Durchführung eines Wettbewerbs für Flaggschiffprojekte der Raumordnung im deutsch-polnischen VerflechtungsraumJurysitzungOrt noch festzulegenTermin: Januar/Februar 2019Ganztägige Sitzung, Anreise und Abendessen am Abend vorherCa. acht JurymitgliederCa. vier Teilnehmer von Auftraggeber plus AuftragnehmerSimultandolmetschung deutsch/polnischZusätzlich zu kalkulierende Kosten: Raummiete, Abendessen, Reisekosten für Jurymitglieder (Pauschale) und DolmetschungFünf nicht-öffentliche Workshops mit den FlaggschiffprojektenVeranstaltungsort: Standort der GewinnerprojekteTermine: nach Preisverleihung im Frühjahr 2019Dauer: halbtägigTeilnehmerzahl: jeweils ca. 10Simultandolmetschung deutsch/polnischZusätzlich zu kalkulierende Kosten: DolmetschungLos 2 Vorbereitung und Durchführung einer KonferenzKonferenzOrt noch festzulegen (Eventlocation Berlin/Potsdam)Termin: März 2019organisatorische Vorbereitung und Durchführung der Konferenz (Entwurf und Abstimmung des Verteilers und der Einladungen; Organisation von Dolmetschern, Catering, Pressebe-treuung in Kooperation mit ÖA des BMVI, VIP-Betreuung etc.)Simultandolmetschung deutsch/polnischDokumentation durch professionellen FotografenBereitstellung von Theken, Posterwänden, Prospektständern, Tisch und Stühle für bis zu zehn AusstellerZusätzlich zu kalkulierende Kosten: Raummiete, Erstellung und Versand von Programmflyer, Honorar und Reisekosten Moderation und ReferentInnen (Pauschale), Dolmetschung und mediale DokumentationOptional: Einbeziehung von Studierenden (im Rahmen des zur Verfügung stehenden Budgets)Veranstaltungsort wie KonferenzUnmittelbar vor oder nach der KonferenzTeilnehmerzahl: bis zu 20 StudierendeDauer: halbtägigNach Bedarf Simultandolmetschung deutsch/polnisch oder Durchführung auf EnglischZusätzlich zu kalkulierende Kosten: Raummiete, Erstellung und Versand von Programmflyer, Reisekosten für Studierende (Pauschale) und ggf. DolmetschungLos 3 Vorbereitung, Organisation und Nachbereitung einer Veranstaltungsreihe mit kommunalen AkteurenVier bis acht lokale Gesprächsrunden im deutschen Teil des VerflechtungsraumsOrte noch festzulegenTermine: Frühjahr bis Herbst 2018Jeweils ca. 15 Teilnehmer insgesamtBis zu acht Veranstaltungen in vier BundesländernAngepasste Formate (Face-to-face Besprechungen, Informationsrunden, Vorträge u.ä.)Jeweils etwa 120 Minuten,einsprachig deutschTermine sind soweit wie möglich zu koppeln, um Reiseaufwand für AG zu begrenzenZusätzlich zu kalkulierende Kosten: Raummiete für vier der acht Treffen (vier weitere in öff. Gebäu-den), Erstellung und Versand von Programmflyer3. Ergebnistransfer3.1 Internetauftritt – gemäß Dokumentationsrichtlinie für InternetbeiträgenFür die BBSR-Internetseite wird eine Zuarbeit von Dokumenten, Textbausteinen, Fotos und Grafiken erwartet. Diese sind frei von Rechten Dritter nach den Dokumentationsrichtlinien für Internetbeiträge (abrufbar unter bbsr.bund.de: Aktuell/Ausschreibungen Forschungsprojekte) vorzulegen.Bei Projektabschluss ist die Archivfassung für das Internet zu überarbeiten bzw. auf die wesentlichen Aspekte zu fokussieren. Die Archivfassung ist auch in englischer Sprache zu erstellen.Aktualisierungstermine sind:Los 1:Termin Form der BerichterstattungDezember 2017 ProjektstartSeptember 2018 1. Aktualisierung zum Beginn des Wettbewerbs / AuslobungMärz 2019 2. Aktualisierung zur Konferenz mit PreisverleihungNovember 2019 ArchivfassungLos 2:Entfällt, da nur KonferenzLos 3:Termin Form der BerichterstattungDezember 2017 ProjektstartMärz 2018 1. Aktualisierung zum Beginn der VeranstaltungsreiheNovember 2018 2. Aktualisierung zum Abschluss der VeranstaltungsreiheJuli 2019 Archivfassung3.2 Publikation – gemäß GestaltungsrichtlinienProjektverlauf:Los 1:— Zweisprachige Broschüre deutsch/polnisch im Gesamtumfang von ca. 24 Seiten inkl. UmschlagseitenAuflage: 2.000 Exemplare— Dto. in einsprachig englisch (12 Seiten)Auflage: 500 ExemplareFür die Broschüren sind abweichend von den üblichen MORO-Vorgaben das zwischen dem deutschen Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur und dem polnischen Ministerium für Entwicklung für das Gemeinsame Zukunftskonzept 2030 abgestimmte Layout maßgeblich. Vorlagen hierfür werden als Adobe-InDesign-Datei bereitgestellt. Das spezifische MORO-Logo für die deutsch-polnische Zusammenarbeit ist in Absprache mit AG an geeigneter Stelle anzubringen (wird bereitgestellt).Die/der Auftragnehmer/in ist verpflichtet, die folgenden Arbeitsschritte auszuführen (jeweils für deutsch/polnische und für englische Fassung):— Redaktion— Grafische Gestaltung entsprechend der o.g. Vorgabe. Erstellung einer druckfertigen sowie einer inter-nettauglichen, barrierefreien PDF gemäß Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0) in der jeweils aktuellen Fassung, abrufbar unter
https://www.gesetze-im-internet.de/bitv_2_0. Die/der Auftragnehmer/in kann zu gegebener Zeit bei der zuständigen administrativen Sachbearbeitung ein Handbuch für die Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente anfordern.— Druck (optional)— Versand jeweils hälftig an BBSR und das zuständige Ministerium in PolenDie Druckkosten sind je Publikation gesondert auszuweisen.Lose 2 und 3:Für die während des Projektverlaufs vorgesehenen Einladungsflyer je Veranstaltung gilt das MORO Corporate Design Manual.Die/der Auftragnehmer/in ist verpflichtet, die folgenden Arbeitsschritte auszuführen (ggf. auch für englische Fassungen):— Redaktion— Grafische Gestaltung entsprechend der Gestaltungsrichtlinien (MORO), die den Auftragnehmer bereit gestellt werden.— Erstellung einer einer internettauglichen, barrierefreien PDF gemäß Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0) in der jeweils aktuellen Fassung (abrufbar unter
https://www.gesetze-im-internet.de/bitv_2_0).Die/der Auftragnehmer/in kann zu gegebener Zeit bei der zuständigen administrativen Sachbearbeitung ein Handbuch für die Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente anfordern.Für alle Lose gilt:Sämtliche Projektdaten und -ergebnisse sowie Grafiken, Bilder, Zeichnungen, Pläne etc. sind frei von Rechten Dritter zu liefern.4. BerichterstattungDie Berichte sind jeweils zu folgenden Terminen und in folgender Anzahl / folgendem Format vorzulegen:Los 1:Termin Art der Berichterstattung Anzahl / Format12/2017 Auftaktbericht – Erste Überlegungen zum Wettbewerb Pdf05/2018 1. Zwischenbericht – Entwürfe der Auslobungsunterlagen Pdf12/2018 2. Zwischenbericht – Erste Ergebnisse des Wettbewerbs; Text- und Layoutentwurf der Broschüre (Text zunächst ohne Projektseiten) PdfZur Konferenz Gedruckte Fassungen der Broschüre (DE/PL) 2.000 / Papier04/2019 3. Zwischenbericht – Ergebnisse des Wettbewerbs und Reflektion der Preisverleihung Pdf05/2019 Gedruckte Fassungen der Broschüre (EN) 500 / Papier09/2019 Entwurf des Endberichts Pdf11/2019 Endbericht PdfLos 2Termin Art der Berichterstattung Anzahl / Format12/2017 Auftaktbericht – Erste Überlegungen zur Konferenz Pdf06/2018 1. Zwischenbericht – Vorschläge zu Konzeption und Standorten Pdf10/2018 2. Zwischenbericht – Programmentwurf und Einladungsliste Pdf06/2019 Entwurf des Endberichts – Ergebnisse und Reflektion der Konferenz Pdf08/2019 Endbericht PdfLos 3Termin Art der Berichterstattung Anzahl / Format12/2017 Auftaktbericht Pdf03/2018 1. Zwischenbericht -– Konzeption der Veranstaltungsreihe Pdf11/2018 2. Zwischenbericht – Ergebnisse der Veranstaltungsreihe Pdf03/2019 Entwurf Endbericht Pdf06/2019 Endbericht PdfDie Zwischenberichte dienen der Unterrichtung des Auftraggebers und sind zugleich Voraussetzung für die Abschlagszahlungen. Der Zwischenbericht ist anhand des verbindlichen Ablauf-, Zeit- und Finanzierungsplans zu erstellen und wie folgt zu gliedern:1. laut Ablaufplan geplante Arbeitsschritte während des abgelaufenen Berichtszeitraums2. tatsächlich durchgeführte Arbeitsschritte3. Vergleich des Projektstandes mit dem vertraglich vereinbarten Ablauf-, Zeit- und Finanzierungsplan mit Angabe der Gründe für eventuelle Abweichungen4. Ergebnisse5. ZusammenfassungEventuell aus sonstigen Gründen erforderliche Sachstandsberichte umfassen die Punkte 1 bis 3 und erfolgen in standardisierter Form (Muster ist auf der Seite Gestaltungsrichtlinien abrufbar).Auf die Erstellung des Endberichtes (Umfang: ca.: 30 Seiten) ist besondere Sorgfalt zu verwenden. Es gelten die Anforderungen an Manuskripte für Print-Erzeugnisse (abrufbar unter www.bbsr.bund.de: Aktuell > Ausschreibungen Forschungsprojekte > Dokumentations- und Gestaltungsrichtlinien des BBSR).Dabei ist eine allgemeinverständliche Ausdrucksweise zu wählen.Im Interesse einer guten Lesbarkeit sind folgende Grundsätze zu beachten:— Die Titelseite ist nach den Gestaltungsrichtlinien des BBSR zu erstellen.— Der Endbericht zeichnet sich durch eine knappe, aussagekräftige Darstellung der Forschungsarbeit aus. Der Fokus liegt auf der Darstellung der Ergebnisse und deren voraussichtlichen Nutzen und Verwertbarkeit, evtl. Möglichkeiten der Umsetzung und Übertragbarkeit.— Verbindlich ist eine Gegenüberstellung der ursprünglich geplanten zu den tatsächlich erreichten Zielen und weiterführenden Fragestellungen.— Auf umfangreiche Belege der Aussagen ist zu verzichten. Soweit notwendig, sind aussagefähige Belege als Kurztabellen, Grafiken, Kartogramme usw. in den Text einzufügen. Soweit darüber hinaus Darstellungen und Textausführungen für erforderlich gehalten werden, sind diese in einem gesonderten Anhang bzw. Materialband aufzunehmen.— Sämtliche Projektdaten und -ergebnisse sowie Grafiken, Bilder, Zeichnungen, Pläne etc. sind frei von Rechten Dritter zu liefern.— Dem Endbericht ist eine Kurzfassung voranzustellen, in der die Problemstellung, die Untersuchungsmethoden sowie die Ergebnisse einschließlich einer kritischen Würdigung auf bis zu fünf Seiten dargestellt werden. Ebenso ist eine Kurzfassung in englischer Sprache im Umfang mit bis zu fünf Seiten voranzustellen.— Jedem Kapitel des Endberichtes ist eine thesenartige Zusammenfassung der Kernaussagen anzufügen.— Die Texte sind geschlechtergerecht/geschlechtsneutral zu formulieren.— Für die Erstellung einer internettauglichen, barrierefreien PDF-Datei sind alle Grundlagen, Informationen und Alternativtexte vorzulegen.— Sollen Berichte im Internet als Download zur Verfügung gestellt werden, so sind diese als internettaugliche, barrierefreie pdf-Datei gemäß Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung in der jeweils aktuellen Fassung zu erstellen (s. Anlage). Die/der Auftragnehmer/in kann zu gegebener Zeit bei der zuständigen administrativen Sachbearbeitung ein Handbuch für die Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente anfordern.Getrennt vom Endbericht sind – in einem gesonderten Papier – aus wissenschaftlicher Sicht Vorschläge zu entwickeln, wie die Forschungsergebnisse und die daraus gewonnenen Erkenntnisse für die Erfüllung der Ressortaufgaben des Auftraggebers verwendet und in der Fachöffentlichkeit wirksam umgesetzt werden können.Alle Berichte werden, soweit nichts anderes festgelegt ist, in Papierfassung in der jeweiligen Auflage und als Word-Datei inkl. Fotos und Grafiken auf CD-ROM zur Verfügung gestellt. Gleiches gilt für PDF-Fassungen.Hinweis: Soweit im Rahmen des Projektes Adressdateien für Fachöffentlichkeitsarbeit zusammengestellt worden sind, werden diese dem Auftraggeber bei Projektende im Excel-Format übergeben. Der Aufbau der Adressdatei ist mit dem Stab Direktor (Stab D) abzustimmen.Anlage: Erstellung barrierefreier DokumenteDie Behörden der Bundesverwaltung sind verpflichtet, ihre Informationsangebote im Internet barrierefrei zu gestalten. Für alle Veröffentlichungen, die vom Auftraggeber online bereitgestellt werden sollen, sind die Vorgaben der derzeit gültigen Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung, kurz BITV 2.0, zu erfüllen. Damit verbundene Leistungsbestandteile sind vom Auftragnehmer stets entsprechend der Verordnung vorzubereiten, nachzubessern oder zu erbringen.Um für die Veröffentlichungen im PDF-Format einheitliche und vergleichbare Ergebnisse zu erzielen, ist die Norm DIN ISO 14289 – PDF/UA, also der PDF-Standard für barrierefreie PDF-Dokumente, anzuwenden. Je nach Art und Umfang der Inhalte ist es sehr aufwändig, eine Veröffentlichung mit komplexen Strukturen, umfangreichen Tabellen, Fußnoten, Grafiken oder Formeln durchgängig barrierefrei zu erstellen.Es sind dafür neben konzeptionellen Vorüberlegungen viele manuelle Arbeitsschritte notwendig, die sich teilweise durch kostenpflichtige Programme vereinfachen lassen. Besteht seitens des Auftragnehmers keine oder nur wenig Erfahrung, sind für die technische Umsetzung des Endproduktes nicht nur ausreichend Zeit und Aufwand, sondern eventuell auch zusätzliche Kosten einzuplanen. Alternativ ist ein entsprechend erfahrener Dienstleister mit der Aufgabe zu betrauen.Die Anforderung auf barrierefreie Zugänglichkeit ist anzuwenden, wenn der Auftraggeber Herausgeber, Mithe-rausgeber oder Beauftragender der Veröffentlichung ist. Ebenso gelten die Bestimmungen, wenn die Veröffentlichung unabhängig vom Herausgeber in einem Internetangebot des Auftraggebers erscheinen soll. Zu Veröffentlichungen zählen neben Broschüren, Faltblättern und Postern auch jegliche Form von Berichten, Gutachten, Studien, Dokumentationen, technische Anleitungen und Vergleichbares.Um die Zugänglichkeit der gelieferten PDF-Dokumente nachzuweisen, sind Prüfberichte einzureichen, die mit den jeweils aktuellsten Versionen des PDF Accessibility Checkers (PAC 2.0) sowie der Vollständigen Prüfung von Adobe Acrobat Pro XI bzw. Acrobat DC erzeugt wurden. Der Auftraggeber lässt die gelieferten Dokumente durch einen externen Dienstleister eingehend technisch und manuell prüfen. Dazu werden die kostenfreien Hilfsmittel PAC 2.0, Acrobat-Plugin callas pdfGoHTML, VIP PDF-Reader und gegebenenfalls der Screenreader NVDA verwendet.Die maßgebliche Prüfung auf Barrierefreiheit erfolgt abschließend durch SWD.Weiterführende LinksBarrierefreie-Informationstechnik-Verordnung – BITV 2.0:https://www.gesetze-im-internet.de/bitv_2_0Erläuterung der PDF Association zur DIN ISO 14289 – PDF/UA:https://www.pdfa.org/wp-content/until2016_uploads/2013/08/PDFUA-kompakt-PDFUA.pdf189 075,63