Menge oder Umfang
1. ProjektdarstellungEin Drittel der deutschen Bevölkerung lebt heutzutage in Grenzregionen. Diese Räume gelten als Labor der europäischen Integration und bieten ein besonderes Potenzial für den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt Europas. Bilaterale und multilaterale Abkommen in Form von Euregios oder im Rahmen von INTERREG A leisten schon in grenzüberschreitenden und auch transnationalen Kooperationen einen nicht unbedeutenden Beitrag zur Überwindung der Grenzen. Allerdings stellen Grenzen immer noch wichtige Hindernisse für die Bevölkerung dar, insbesondere für den Zugang zum Arbeitsmarkt, zum öffentlichen Verkehrsnetz oder zu den Leistungen der Daseinsvorsorge.Die Grenzregionen sind in den letzten Jahren in Deutschland sowie in Europa verstärkt in Fokus geraten. Die Europäische Kommission hat in der Mitteilung zur Stärkung von Wachstum und Zusammenhalt in den EU-Grenzregionen von 20.9.2017 aus dem Thema der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit eine Priorität gemacht. Die Kommission ist sich auch bewusst, dass es Maßnahmen bedarf, die räumlichen Informationsgrundlagen zu verbessern. Sie unterstützt hierzu konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Datengrundlage in Grenzregionen wie das Pilot-Projekt „developing x-border statistics“. Die Stellungnahme des Bundesrates zum Papier der EU-Kommission zu Kohäsion und Wachstum in Grenzregionen begrüßt die Initiative der Kommission und nimmt auch Bezug zur Problematik der Harmonisierung der Datengrundlage. Auch die gemeinsame Resolution von Assemblée nationale und Deutschem Bundestag zum 55. Jahrestag des Élysée-Vertrags am 22.1.2018 fordert eine Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.Den Blick raumordnungspolitisch und auch analytisch über den „Tellerrand“ Deutschlands hinaus zu richten, ist im BBSR kein neuer Gedanke. Seit Mitte der 1990er Jahre berät das Institut in Fragen der Europäischen Raum- und Stadtentwicklung und informiert im Rahmen der Raumbeobachtung den Bund und die Länder über räumliche Entwicklungen in Deutschland und in Europa. Auch in den Forschungsprogrammen des Bundes zu Fragen der Raumordnung und Stadtentwicklung spielt die Nachbarschaftsperspektive eine bedeutende Rolle. Die Berichterstattung über die räumliche Entwicklung des Bundesgebietes und in Europa gehört zu den ureigenen Aufgaben des BBSR und ist im Raumordnungsgesetz (§ 25 ROG) festgehalten. Die Betrachtung der angrenzenden Gebiete Deutschlands ist hierbei als ein erweiterter Aspekt der Raumbeobachtung hervorgehoben.Diesem Aspekt widmete sich von deutscher Seite in den Vorjahren ein erstes MORO Projekt zur Schaffung der Grundlagen für ein Raumbeobachtungssystem für angrenzende Gebiete. Das Projekt erwies sich im gegenseitigen Nutzen sowohl für den Bund als auch für die Länder und Regionen als ein erfolgreicher Einstieg in die Themenfindung und die Formulierung der Herausforderungen einer Berichterstattung grenzübergreifender Strukturen und Vernetzungen. Es war ein starker Impulsgeber für die Wiederaufnahme und die Vertiefung grenzübergreifender raumentwicklungspolitischer Aktivitäten und auch der Raumbeobachtung in einer weiteren Perspektive. Die Nutzung von vorhandenem regionalem Wissen unter Einbeziehung jeweiliger regionaler Partner und der vor Ort vorhandenen Expertise war von entscheidender Bedeutung, um den weiteren Handlungsbedarf zu definieren. Folgende Themen wurden als prioritär genannt: Arbeitsmarkt, Handel, Einkauf und Nutzung von Dienstleistungen, Tourismus und Freizeit, Daseinsvorsorge und Verkehrsbereich.Nach der bisherigen explorativen Vernetzung von Instituten und Institutionen von Bund, Ländern und Regionen soll nunmehr ein Netzwerk zur grenzübergreifenden Raumbeobachtung etabliert werden, und die methodische Grundlage definiert werden, um über eine Anlaufperiode hinaus eine kontinuierliche Berichterstattung zu den genannten Prioritätsthemen zu ermöglichen.Ziel des Projektes ist die Definition der methodischen und technischen Grundlagen für die Erstellung eines dauerhaften Raumbeobachtungssystems für Grenzregionen auf Bundesebene.1) Best-Practice Analyse der existierenden grenzübergreifenden Raumbeobachtungssysteme2) Erstellung eines Handbuchs zur Statistik in Grenzregionen, mit folgenden Informationen:a. Definition eines Indikatorenkatalogs für die bundesweite grenzübergreifende Raumbeobachtung, unter Berücksichtigung der Bedarfe der Regionenb. Prüfung der Datenverfügbarkeit für alle Grenzregionen und Zusammenstellung eines Wegweisers zu Datenquellenc. Untersuchung des eventuellen Harmonisierungsbedarfs für jeden Indikator, und ggf. Vorschlag einer Methode zur Umrechnung für gemeinsame Indikatoren3. Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die Bereitstellung und Visualisierung der Daten, inklusive:a. Musterdatensatz, der als Basis für die Datenerhebung der Länder gelten kannb. Mindestens zwei Szenarien für die Visualisierung raumbezogener Datenc. Technische Anforderungend. Kostenkalkulation (inklusive Personalkosten)4. Sicherung der Daueraufgabe der laufenden Raumbeobachtung des BBSR:a. Etablierung eines Netzwerks von Bund, Ländern, Regionen und Statistikämter zur Gewährleistung zukünftiger Kooperationen in Form eines Arbeitskreisesb. Strukturierung von Arbeitsabläufen, Aktualisierungsintervallen, VeröffentlichungsrhythmusFolgende Leitfragen sollen die Forschung bestimmen:1) Welche Indikatoren können für die im ersten MORO definierten Prioritätsthemen benutzt werden, um die Raumbeobachtung in Grenzregionen zu verbessern? Inwiefern sollen sie harmonisiert werden? Nach welcher Methode können sie harmonisiert werden?2) Inwiefern kann man bisherige erfolgreiche Erfahrungen zu grenzübergreifenden Raumbeobachtung übertragen und generalisieren bzw. darauf aufbauend ein bundesweites Raumbeobachtungsystem entwickeln?3) Welche Erfahrungen können die Länder einbringen und wie können sich Aktivitäten unterschiedlicher Akteure der Regionen, der Länder und des Bundes in dieser Hinsicht ergänzen?4) Wie kann man eine dauerhafte Zusammenarbeit der Akteure zur laufenden Raumbeobachtung, insbesondere Länder, Bund und Statistikämter, sichern?5) Wie können Synergien unterschiedlicher institutioneller und regionaler Akteure erzielt werden und wie lassen sich Akteure in den Nachbarregionen einbinden?6) Unter welchen Bedingungen könnte eine neue Visualisierungsplattform für die laufende Raumbeobachtung in Grenzregionen entwickelt werden? Wie könnte es ggf. bestehende Systeme ergänzen bzw. sich damit integrieren?2) Aufgabendarstellung2.1) Arbeitsschritte, methodische Vorgehensweise, ZeitschieneArbeitsschritt 1 (8.2018 –2.2019):— Einbeziehung der Länder im Projekt und Wissenstransfer von den Regionen zu den Ländern (Anschluss und Übergang an erste Phase – MORO Grundlagen einer grenzübergreifenden Raumbeobachtung. Der dazu erstellte Endbericht „Raumbeobachtung Deutschland und angrenzende Regionen – Räumliche Strukturen und Verflechtungen“ ist abrufbar unter www.bbsr.bund.de: Veröffentlichungen > Veröffentlichungen des BMVI > MORO Praxis > 2017 > Heft 11,— Entwurf eines Indikatorenkatalogs auf der Basis der Ergebnisse der ersten Phase (Vertiefung und Detaillierung der Prioritätsthemen aus dem MORO Grundlage eines Raumbeobachtungssystems in Grenzregionen – siehe o. a. Endbericht)— Analyse von Best Practices Beispielen für Raumbeobachtung in Grenzregionen als Vorbereitung für die Erstellung der MachbarkeitsstudieArbeitsschritt 2 (3.2019 – 10.2019):— Konkretisierung des Indikatorenkatalogs (Prüfung der Umsetzungsmöglichkeiten und Information zu Datenquellen, ggf. Ergänzung mit den beteiligten Ländern, deren Statistikämtern und Statistikanbietern. Es ist mindestens ein Treffen in jeder Grenzregion mit Partnern aus benachbarten Regionen, statistischen Ämtern und potenziellen Statistikanbietern fest zu kalkulieren. Sollten weitere Treffen erforderlich sein, sind die Kosten dafür vom Bieter als optionale Leistung zu kalkulieren,— Erstellung einer Synthese der DiskussionenArbeitsschritt 3 (10.2019 – 12.2019):— Anpassung des Indikatorenkatalogs nach den Workshops in den Ländern, im Hinblick auf eine laufende Raumbeobachtung in Grenzregion auf der Bundesebene. Priorität sollte den Themen und Indikatoren gegeben werden, die in Grenzräumen bundesweit relevant sind,— Vorbereitung eines Musterdatensatzes anhand ausgewählter IndikatorenArbeitsschritt 4 (1.2020 – 9.2020):— Koordinierung der Datenerhebung in jedem Land,— Grundlage für eine Visualisierungsplattform für grenzübergreifende Daten auf der Bundesebene definieren durch die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für die Bereitstellung und Visualisierung der Daten.Arbeitsschritt 5 (10.2020 – 12.2020):— „Große Abschlussveranstaltung“: Vorstellung der Ergebnisse und der Handlungsempfehlungen mit internationaler Beteiligung— Dauerhaftes Wissenstransfer zwischen Regionen, Ländern, und Datenanbieter (Statistikämter insbesondere) sichern: Gründung eines dauerhaften Arbeitskreises.Es wird auf den Ablaufplan (Anlage 1a) verwiesen, der zu beachten ist (abrufbar unter:
http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Aktuell/Forschungsprojekte/forschungsprojekte_node.html).2.2) VeranstaltungenVom Auftragnehmer zu organisierende Veranstaltungen:—— Februar 2019: Auftaktveranstaltung mit den Regionen, den Ländern und dem Bund. Übermittlung der Ergebnisse des ersten MORO von den Regionen zu den Ländern. Konkretisierung der Prioritätsthemen, die im Endbericht erwähnt wurden, durch die Erstellung eines Indikatorenkatalogs für die Analyse von Grenzregionen. (Zweitägig, ca. 50 Teilnehmer; Bonn/Berlin)—— November 2019: Zwischenveranstaltung mit Ländern (evtl auch Statistikämtern und Regionen), um die Ergebnisse der Workshops zu präsentieren, ggf. das Indikatorenkatalog anzupassen und notwendige Aufträge für ein einheitliches und dauerhaftes Raumbeobachtungssystem in Grenzregionen zu definieren. (Zweitägig, ca. 30 Teilnehmer; Bonn/Berlin)—— Oktober 2020: Abschlussveranstaltung während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im internationalen Kontext; (Zweitägig, ca. 80 Teilnehmer; Bonn/Berlin mit Simultanübersetzung (DE <>EN))Die Kosten für Technik, Erstellung, Druck und Versand von Einladungen und Programmflyer (nur bei fachöffentlicher Veranstaltung), Catering (Getränke und einfacher Imbiss) sowie ggf. anfallende Honorare und Reisekosten für Referent/innen sind im Angebot zu berücksichtigen. Druckkosten sind gesondert auszuweisen.Für die Veranstaltungen in Bonn oder Berlin sind keine Kosten für Raummiete zu kalkulieren (Gebäude des BBR).Die Kosten für das Catering sowie die Kosten für anfallende Honorare und Reisekosten für Referent/innen sind gesondert auszuweisen. Sie werden nach tatsächlichem Aufwand abgerechnet und auf Nachweis erstattet.Teilnahme des Auftragnehmers an folgenden Veranstaltungen:—— März bis September 2019: Workshops in allen Grenzregionen (8 insgesamt – einer pro Grenzraum, eintägig) mit Ländern und Statistikämtern, um die Machbarkeit der Datenerhebung zu prüfen und konkrete Verbesserungsmöglichkeiten für Raumbeobachtung in Grenzregionen auf der Basis des Indikatorenkatalogs zu analysieren. Die Workshops werden von den Ländern organisiert, Teilnahme der Forschungsassistenz ist gefordert.—— Januar 2020 bis September 2020: wenn nötig, Teilnahme an zusätzlichen Workshops mit Ländern und Statistikämtern.Zusätzlich zu den Veranstaltungen werden regelmäßig Arbeitstreffen in Bonn stattfinden:— 2 Wochen nach Auftragsvergabe: Auftaktgespräch— 1.2019: Abstimmungsgespräch— 6.2019: Abstimmungsgespräch— 10.2019: Abstimmungsgespräch— 3.2020: Abstimmungsgespräch— 6.2020: Abstimmungsgespräch3) Ergebnistransfer3.1) Internetauftritt – gemäß Dokumentationsrichtlinie für InternetbeiträgeFür die BBSR-Internetseite wird eine Zuarbeit von Dokumenten, Textbausteinen, Fotos und Grafiken erwartet. Diese sind frei von Rechten Dritter nach den Dokumentationsrichtlinien für Internetbeiträge (abrufbar unter bbsr.bund.de: Aktuell >Ausschreibungen Forschungsprojekte > Dokumentations- und Gestaltungsrichtlinien des BBSR) vorzulegen. Aktualisierungstermine sind:Termin Form der Berichterstattung9.2018 Projektstart10.2018 1. Aktualisierung3.2019 2. Aktualisierung11.2019 3. Aktualisierung10.2020 4. Aktualisierung12.2020 ArchivfassungBei Projektabschluss ist die Archivfassung für das Internet zu überarbeiten bzw. auf die wesentlichen Aspekte zu fokussieren. Die Archivfassung ist auch in englischer Sprache zu erstellen.3.2) Publikation – gemäß GestaltungsrichtlinienDie Erstellung der Publikation ist ein optionaler Bestandteil des Vertrages.Als Publikation ist die Erstellung eines Handbuchs zu Statistiken in Grenzregionen vorgesehen.Das Handbuch zu Statistiken in Grenzregionen richtet sich an Institutionen der Raumbeobachtung in den Ländern, den Regionen und dem Bund, sowie an Statistikämter. Es soll die Grundlage für eine harmonisierte Datengrundlage in Grenzregionen darstellen. Es beinhaltet:— eine detaillierte Liste der Indikatoren, die sowohl für die Länder als auch für das Bund von bedeutendem Interesse für die Raumbeobachtung in Grenzregionen sind— einen methodischen Hinweis zu Harmonisierung der Indikatoren in Deutschland und in den Nachbarländern,— einen Wegweiser zur Quelle für jeden IndikatorUmfang: max. 60 SeitenAuflage: 500 (bei Print)Englische Fassung des HandbuchesAuflage: 250 (bei Print)Die/der Auftragnehmer/in ist verpflichtet, die folgenden Arbeitsschritte auszuführen jeweils für deutsche und englische Fassungen (britische Rechtschreibung):—— Redaktion—— Grafische Gestaltung entsprechend den Gestaltungsrichtlinien der Schriftenreihen (abrufbar unter www.bbsr.bund.de: Aktuell > Ausschreibungen Forschungsprojekte > Dokumentations- und Gestaltungsrichtlinien des BBSR)—— Erstellung einer druckfertigen sowie einer internettauglichen, barrierefreien PDF gemäß Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0) in der jeweils aktuellen Fassung (abrufbar unter
https://www.gesetze-im-internet.de/bitv_2_0). Die/der Auftragnehmer/in kann zu gegebener Zeit bei der zuständigen administrativen Sachbearbeitung ein Handbuch für die Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente anfordern.—— Druck (optional)—— Versand an das BBSRDie Druckkosten sind je Publikation gesondert auszuweisen.Sämtliche Projektdaten und -ergebnisse sowie Grafiken, Bilder, Zeichnungen, Pläne etc. sind frei von Rechten Dritter zu liefern.Sind während des Projektverlaufs Flyer oder MORO Informationen etc. vorgesehen, so gelten die Anforderungen an Manuskripte für Print-Erzeugnisse (abrufbar unter www.bbsr.bund.de: Aktuell > Ausschreibungen Forschungsprojekte > Dokumentations- und Gestaltungsrichtlinien des BBSR) sowie das MORO Corporate Design Manual. Bei einer Veröffentlichung von Einladungen und Programmflyern im Internet, sind diese als internettaugliche, barrierefreie PDF-Dateien gemäß Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung in der jeweils aktuellen Fassung zu erstellen (s. oben).4) BerichterstattungDie Berichte sind jeweils zu folgenden Terminen und in folgender Anzahl / folgendem Format vorzulegen:Termin Art der Berichterstattung Anzahl / Format2 Wochen nach Auftragsvergabe Auftaktgespräch1.2019 1. Zwischenbericht (Aufbereitung des Themas, erste Ergebnisse der Best-Practice-Analyse, Vorbereitung der Auftaktveranstaltung) 3 + Word-Datei1.2019 Abstimmungsgespräch2.2019 2. Zwischenbericht (Bereitstellung eines Indikatorenkatalogs) 3+ Excel Datei6.2019 Abstimmungsgespräch10.2019 3. Zwischenbericht (Ergebnisse der Workshops in den Ländern) 3 + Word-Datei10.2019 Abstimmungsgespräch11.2019 4. Zwischenbericht: Bereitstellung eines Musterdatensatzes Excel-Datei3.2020 Abstimmungsgespräch6.2020 Abstimmungsgespräch9.2020 5. Handbuch zu Statistik in Grenzregionen + Machbarkeitsstudie Word- + PDF-Datei12/2020 6. Endbericht (Dokumentation der geleisteten Arbeiten unter Einbeziehung der Abschlussveranstaltung) 3 + Word-Datei + PDF-DateiDie Zwischenberichte dienen der Unterrichtung des Auftraggebers und sind zugleich Voraussetzung für die Abschlagszahlungen. Der Zwischenbericht ist anhand des verbindlichen Ablauf-, Zeit- und Finanzierungsplans zu erstellen und wie folgt zu gliedern:1) laut Ablaufplan geplante Arbeitsschritte während des abgelaufenen Berichtszeitraums2) tatsächlich durchgeführte Arbeitsschritte3) Vergleich des Projektstandes mit dem vertraglich vereinbarten Ablauf-, Zeit- und Finanzierungsplan mit Angabe der Gründe für eventuelle Abweichungen4) Ergebnisse5) ZusammenfassungEventuell aus sonstigen Gründen erforderliche Sachstandsberichte umfassen die Punkte 1 bis 3 und erfolgen in standardisierter Form (Muster ist auf der Seite Gestaltungsrichtlinien abrufbar).Die Machbarkeitsstudie soll die Grundlage für die Implementierung einer Plattform für Bereitstellung und Visualisierung der Daten für die Raumbeobachtung in Grenzregionen auf der Bundesebene darstellen. Sie beinhaltet:— eine Analyse der Best Practices Beispiele für die Visualisierung raumbezogener Indikatoren in Grenzregionen. Diese Analyse ist auch Bestandteil der Vorbereitung zur Auftaktveranstaltung und soll dementsprechend schon im ersten Jahr geliefert werden,— eine Bestandsanalyse der Raumbeobachtungssysteme des BBSR— eine Bedarfsanalyse für die Integration neuer Indikatoren und deren Geovisualisierung— mindestens 2 Szenarien für die Bereitstellung grenzübergreifender Daten und Indikatoren für interne und externe Nutzer durch ein passendes räumliches Informationssystem, inklusive Kostenkalkulation und technischen Anforderungen. Ein Szenario soll die Integration eines Visualisierungsportals in bestehenden Systemen des BBSR (INKAR und IRIS) prüfen. Die aktuellen Konzepte für die Erweiterung von IRIS (integriertes räumliches Informationssystem) müssen berücksichtigt werden. Das andere Szenario soll die Schaffung eines neuen Moduls untersuchen.Umfang: ca. 50 SeitenAuflage: – (nur interne Nutzung)Der Endbericht beinhaltet:— die Dokumentation des Arbeitsprozesses— die Ergebnisse— Empfehlungen für die Sicherung eines dauerhaften Raumbeobachtungsystems in GrenzregionenUmfang: max. 30 SeitenAuflage: nur onlineAuf die Erstellung des Endberichtes ist besondere Sorgfalt zu verwenden. Dabei ist eine allgemeinverständliche Ausdrucksweise zu wählen. Es gelten die Anforderungen an Manuskripte für Print-Erzeugnisse, abrufbar unter www.bbsr.bund.de: Aktuell > Ausschreibungen Forschungsprojekte > Dokumentations- und Gestaltungsrichtlinien des BBSR.Im Interesse einer guten Lesbarkeit sind folgende Grundsätze zu beachten:—— Die Titelseite ist nach den Gestaltungsrichtlinien des BBSR zu erstellen.—— Der Endbericht zeichnet sich durch eine knappe, aussagekräftige Darstellung der Forschungsarbeit aus. Der Fokus liegt auf der Darstellung der Ergebnisse und deren voraussichtlichen Nutzen und Verwertbarkeit, evtl. Möglichkeiten der Umsetzung und Übertragbarkeit.—— Verbindlich ist eine Gegenüberstellung der ursprünglich geplanten zu den tatsächlich erreichten Zielen und weiterführenden Fragestellungen.—— Auf umfangreiche Belege der Aussagen ist zu verzichten. Soweit notwendig, sind aussagefähige Belege als Kurztabellen, Grafiken, Kartogramme usw. in den Text einzufügen. Soweit darüber hinaus Darstellungen und Textausführungen für erforderlich gehalten werden, sind diese in einem gesonderten Anhang bzw. Materialband aufzunehmen.—— Sämtliche Projektdaten und -ergebnisse sowie Grafiken, Bilder, Zeichnungen, Pläne etc. sind frei von Rechten Dritter zu liefern.—— Dem Endbericht ist eine Kurzfassung voranzustellen, in der die Problemstellung, die Untersuchungsmethoden sowie die Ergebnisse einschließlich einer kritischen Würdigung auf bis zu fünf Seiten dargestellt werden. Ebenso ist eine Kurzfassung in englischer Sprache im Umfang mit bis zu fünf Seiten voranzustellen.—— Jedem Kapitel des Endberichtes ist eine thesenartige Zusammenfassung der Kernaussagen anzufügen.—— Die Texte sind geschlechtergerecht/geschlechtsneutral zu formulieren.—— Für die Erstellung einer internettauglichen, barrierefreien PDF-Datei sind alle Grundlagen, Informationen und Alternativtexte vorzulegen.—— Sollen Berichte im Internet als Download zur Verfügung gestellt werden, so sind diese als internettaugliche, barrierefreie PDF-Datei gemäß Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung in der jeweils aktuellen Fassung zu erstellen (s. Anlage). Die/der Auftragnehmer/in kann zu gegebener Zeit bei der zuständigen administrativen Sachbearbeitung ein Handbuch für die Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente anfordern.Getrennt vom Endbericht sind – in einem gesonderten Papier – aus wissenschaftlicher Sicht Vorschläge zu entwickeln, wie die Forschungsergebnisse und die daraus gewonnenen Erkenntnisse für die Erfüllung der Ressortaufgaben des Auftraggebers verwendet und in der Fachöffentlichkeit wirksam umgesetzt werden können.Alle Berichte werden, soweit nichts anderes festgelegt ist, in Papierfassung in der jeweiligen Auflage und als Word-Datei inkl. Fotos und Grafiken auf CD-ROM zur Verfügung gestellt. Gleiches gilt für PDF-Fassungen.Hinweis: Soweit im Rahmen des Projektes Adressdateien für Fachöffentlichkeitsarbeit zusammengestellt worden sind, werden diese dem Auftraggeber bei Projektende im Excel-Format übergeben. Der Aufbau der Adressdatei ist mit dem Stab Direktor (Stab D) abzustimmen.Anlage: Erstellung barrierefreier DokumenteDie Behörden der Bundesverwaltung sind verpflichtet, ihre Informationsangebote im Internet barrierefrei zu gestalten. Für alle Veröffentlichungen, die vom Auftraggeber online bereitgestellt werden sollen, sind die Vorgaben der derzeit gültigen Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung, kurz BITV 2.0, zu erfüllen. Damit verbundene Leistungsbestandteile sind vom Auftragnehmer stets entsprechend der Verordnung vorzubereiten, nachzubessern oder zu erbringen.Um für die Veröffentlichungen im PDF-Format einheitliche und vergleichbare Ergebnisse zu erzielen, ist die Norm DIN ISO 14289 – PDF/UA, also der PDF-Standard für barrierefreie PDF-Dokumente, anzuwenden. Je nach Art und Umfang der Inhalte ist es sehr aufwändig, eine Veröffentlichung mit komplexen Strukturen, umfangreichen Tabellen, Fußnoten, Grafiken oder Formeln durchgängig barrierefrei zu erstellen.Es sind dafür neben konzeptionellen Vorüberlegungen viele manuelle Arbeitsschritte notwendig, die sich teilweise durch kostenpflichtige Programme vereinfachen lassen. Besteht seitens des Auftragnehmers keine oder nur wenig Erfahrung, sind für die technische Umsetzung des Endproduktes nicht nur ausreichend Zeit und Aufwand, sondern eventuell auch zusätzliche Kosten einzuplanen. Alternativ ist ein entsprechend erfahrener Dienstleister mit der Aufgabe zu betrauen.Die Anforderung auf barrierefreie Zugänglichkeit ist anzuwenden, wenn der Auftraggeber Herausgeber, Mitherausgeber oder Beauftragender der Veröffentlichung ist. Ebenso gelten die Bestimmungen, wenn die Veröffentlichung unabhängig vom Herausgeber in einem Internetangebot des Auftraggebers erscheinen soll. Zu Veröffentlichungen zählen neben Broschüren, Faltblättern und Postern auch jegliche Form von Berichten, Gutachten, Studien, Dokumentationen, technische Anleitungen und Vergleichbares.Um die Zugänglichkeit der gelieferten PDF-Dokumente nachzuweisen, sind Prüfberichte einzureichen, die mit den jeweils aktuellsten Versionen des PDF Accessibility Checkers (PAC 2.0) sowie der Vollständigen Prüfung von Adobe Acrobat Pro XI bzw. Acrobat DC erzeugt wurden. Der Auftraggeber lässt die gelieferten Dokumente durch einen externen Dienstleister eingehend technisch und manuell prüfen. Dazu werden die kostenfreien Hilfsmittel PAC 2.0, Acrobat-Plugin callas pdfGoHTML, VIP PDF-Reader und gegebenenfalls der Screenreader NVDA verwendet.Die maßgebliche Prüfung auf Barrierefreiheit erfolgt abschließend durch SWD.Weiterführende LinksBarrierefreie-Informationstechnik-Verordnung – BITV 2.0:https://www.gesetze-im-internet.de/bitv_2_0Erläuterung der PDF Association zur DIN ISO 14289 – PDF/UA:https://www.pdfa.org/wp-content/until2016_uploads/2013/08/PDFUA-kompakt-PDFUA.pdf152 941,18