Beschreibung der Beschaffung
Die Kläranlage Würselen-Euchen wurde im Jahre 1979 erbaut und im Jahre 1999 vom WVER, zur Bewirtschaftung und Verwaltung, übernommen.
Mit der nun anstehenden Erweiterung und Ertüchtigung der Kläranlage erfolgen im Wesentlichen die Ertüchtigung und Ausbau der mechanischen Reinigungsstufe, der Umbau und Erweiterung der biologischen Reinigungsstufe, der Ausbau und Erweiterung der Schlammbehandlung, sowie die Errichtung der Klärgassnutzung.
Im Zuge des Projektes werden die Steuerungen und Niederspannungsverteilungen für die neu zu errichtenden Anlagenbereiche erstellt und die vorhandenen Niederspannungsverteilungen alterbedingt und auf Grund sicherheitsrelevanter Defizite erneuert.
Die anzubietenden Leistungen umfassen u. a. Lieferung, Montage, Installation und Inbetriebnahme der EMSR-Technik, die Erstellung der Kabelwege (Erdverlegte Kabelleerrohte bauseits) die Verkabelung der Aggregate, Messtechnik, Vor-Ort-Bedienungen und Niederspannungsverteilungen, sowie die Programmierung der zu liefernden Speicherprogrammierbaren Steuerungen (S7-1200/1500) auf Basis des WVER-Standards und die hard- und softwaremäßige Ertüchtigung und Anpassung des Prozessleitsystems (WinCC).
u. a.
— ca. 65 Stahlgekapselte Schaltanlagenfelder, inkl. Be- und Entlüftungssysteme und z. T. Aufsatzmodule;
— 5 Vor-Ort-Schalt-/Bedienschränke (VA) für die Steuerungen der Räumerbrücken;
— Schaltschrankeinbauten; u. a. ca. 8 Leistungsschalter, 110 NH-Sicherungslasttr., 110 D0-Lasttr., 350 Elektr. Überstromsch., 110 FI-Schutzsch., 900 Leitungssch., 95 Überlastsch., 165 Leistungssch., 30 Frequenzumr., 8 Sanftstarter, 29 Motorstarter, 90 Steuerger. (Profinet) inkl. I/A-Module, 60 dig/anal Anzeigen, 250 Hilfsschütze, 660 Koppelrelais, 20 DC-Versorg., 9 Steuertrafo, 160 ÜS-Schutz;
— Speicherprogrammierbare Steuerung; u. a. ca. 12 Automatisierungsgeräte, S7-1500 inkl. I/A-Module, 15 Medienkonverter, 30 Switch;
— Prozessleitsystem; u. a. Server, Client, 6 Panel-PC;
— Messungen; u. a. ca. 14 Kond. Mehrstabs., 10 Hydrost. Messsonde, 14 US-Füllstand, 8 MID`s, 18 Drucksensoren, 40 R-Thermometer, 4 Gasmengenmess., 30 Ind. Näherungssch., 25 Online-Messungen inkl. Zubehör, 4 Analysemessungen, Gaswarnanlage;
— Kabealträgersystem u. sonst. Installationsger.; u. a. ca. 460 m Kabelrinne, 450 m Edelstahlrohr, ca. 1km VA-Kabelkanal, 550 m K-Panzersteckrohr;
— Installation und Verkabelung; u. a. ca. 32 km Energie-/Steuerkabel, 1,1 km gesch. Motoranschl.-ltg., 9,3 km Steuer-ltg., 1,6 km Busleitung, 1,2 km LWL-Bus-ltg., 1,5 km Eigens. Steuer-ltg., 155 Gek. Schalterkomb., 125 Klemmenk., 27 Bedien-/Anschlussvert., 50 Standsäulen, 3 Motorleitungstrommel, 4 Schleifringkörper
— Erstellung der Projektsoftware für die Automatisierungsstationen (TIA-Portal);
u. a. Einrichten Automatisierungsstationen und Netzwerke und ca. 190 Aggregate/Antriebe, 10 Ventilinseln, 195 Messungen, 100 Soll-/Istwerte, sowie 2830 binäre Signale;
Inkl. Erstellung der Software zur verfahrenstechnischen Abwasserreinigung, Schlammbehandlung, Schlammentwässerung und Klärgasnutzung.
— Erstellung der Projektsoftware für das Prozessleitsystem zur Bedienung, Visualisierung und Überwachung (WinCC)
u. a. ca. 66 Rohbilder, 290 Aggregate/Antriebe, 185 Messungen, 210 Soll-/Istwerte, 2420 binäre Signale, 40 Trenddiagramme und 11 Meldelisten.
Austausch und Inbetriebnahme der neuen Steuerungen erfolgt sukzessive, während des Betriebes der Kläranlage. Zwischenzeitlich sind hierzu Provisorien zu erstellen und zu betreiben. Die Messtechnik wird weitestgehend erneuert und der verfahrenstechnischen Erweiterung/Ertüchtigung angepasst.
Die zu erbringenden Leistungen umfassen ebenfalls ergänzende Maßnahmen zur Erdung, Potenzialausgleich, Blitzschutz, den allgemeinen Installationen, Unterbrechungsfreien Stromversorgungen und der Erstellung/Ausbesserung von Doppelböden; sowie die Erstellung von Pflichtenheft und Dokumentation (Erstellung Stromlaufpläne in EPLAN P8).
Zusätzlich sind Leistungen zur Demontage von Schaltschränken (ca. 70 Stück), 3 Mosaikschaltbilder, ca. 66 km Kabel/Zuleitungen, Vor-Ort-Bedienungen und nicht mehr benötigter Messeinrichtungen (ca. 100 Stück) anzubieten.
Teilbereiche der Bauwerke werden der Explosionsschutzzone 1 bzw. 2 zugeordnet. Rechtsgrundlage sind die aktuellen Explosionsschutzrichtlinien.