Beschreibung der Beschaffung
USV-Anlage
Für HVRZ I und II, FIA-Anlagen, ausgewählte Anlagen der GA und Med. Verbraucher in Räumen der Gruppe 1 u. 2 werden 3 zentrale USV-Anlagen mit 2 x 140 kW bzw. 1 x 100 kW eingesetzt, die im AB-Betrieb arbeiten. Beide Rechenzentren sollen gemeinsam eine Stromversorgung Klasse 4 nach EN 50600-4 erhalten.
BSV Anlage
In der DIN VDE 0100-710:2012-10 sind Stromquellen mit einer Umschaltzeit von höchstens 0,5 Sekunden für
— Operationsleuchten;
— ME-Geräte, die Lichtquellen enthalten, die für die Anwendung des Geräts unbedingt erforderlich sind;
— Lebenserhaltende ME-Geräte gefordert.
Unterverteilungen
Den einzelnen Ebenen bzw. Nutzungsbereichen sind jeweils eine AV- und SV-Unterverteilung zugeordnet, die sich in eigenen Elektroverteilerräumen (AV und SV getrennt) befinden.
Die IT-Systeme für SV-AV bzw. BSV-SV werden in eigenen Verteilerräumen angeordnet.
Erdungsanlage
Die Erdung bzw. der Potentialausgleich in den Technikräumen sowie den Patienten- und Behandlungszimmern werden entsprechend der DIN VDE 0100, Teil 540 und DIN VDE 0100, Teil 710 ausgeführt.
Brandschutzmaßnahmen
Brandschottungen werden als Weichschott vorgesehen, damit ein einfaches Nachrüsten bzw. Nachziehen von Leitungen durch den Brandschott gewährleistet ist.
Kabel und Leitungen
Es sind keine halogenfreien Kabel und Leitungen vorgesehen.Als Hauptkabel zwischen der Niederspannungshauptverteilung und den Stockwerksverteilungen werden ausschließlich Kabel vom Typ NYCWY bzw. Kabel mit Funktionserhalt vom Typ (N)HXCHX-E90 verlegt.
Die vertikale Verlegung erfolgt auf getrennten Steigetrassen, die horizontale Verlegung auf getrennten Kabelrinnen.
Medienschienen
Außerhalb Normalpflege: ITS, IMC, Aufwachräume, Eingriffsräume in denen keine DVEs vorgesehen sind, werden Medienschienen mit Gerätetragschienen horizontal an der Wand vorgesehen.
Normalpflege: Allgemeinbeleuchtung, Lesebeleuchtung Nachtlicht, Steckdosen, EDV-Doppeldosen, Lichtruf je Bett; Sauerstoff und Druckluft als Beistellware eingebaut
Stör- und Betriebsmeldungen
... werden als potentialfreie Kontakte der Gebäudeautomation übergeben.
Sonnenschutzsteuerungen
Für den elektrisch betriebenen außenliegenden Sonnenschutz ist eine busgesteuerte Steuerung (KNX) vorgesehen.
Unabhängig von der Zentralsteuerung werden örtliche Bedienstellen immer vorrangig (mit Ausnahme der Aktivierung der Windsensoren) den Behang des einzelnen Raumes individuell bedienen.
Beleuchtungsanlagen
Die Beleuchtung richtet sich nach den Richtlinien für Innenbeleuchtung mit künstlichem Licht:
— DIN 12464, Teil 3 Beleuchtung in KH;
— DIN 12464, Teil 5 Notbeleuchtung;
— DIN 12464, Teil 7 Beleuchtung von Räumen mit Bildschirmarbeitsplatz.
Die Richtwerte für die Beleuchtung von Räumen des Gesundheitswesens richten sich in der Tabelle nach DIN 12464-1:2002, Beleuchtung von
Arbeitsstätten in Innenräumen, der Arbeitsrichtlinie ASR 7/3 – Künstliche Beleuchtung und der BGR 131 – Sicherheitsregeln für die künstliche Beleuchtung.
Fluchtweg- und Sicherheitsbeleuchtung
Die Ausgangs- und Notausgangstüren erhalten beleuchtete Fluchtwegtransparente an allen Ausgängen und Kreuzungen. Die Piktogramme und Leuchten der Sicherheitsbeleuchtung werden vom zentralen Notstromaggregat nach VDE 0100 Teil 710, KrBauR aus versorgt.
Fluchtweg- und Sicherheitsbeleuchtung mit einer Umschaltzeit ≤15 sec.
Für den Versammlungsstättenbereich in E0 wird eine dezentrale Anlage mit einer Umschaltzeit von 1 sec. vorgesehen. Die Aufstellung erfolgt in einem separaten Elektroraum.
Für Arbeitsstätten mit besonderer Gefährdung in Teilen der Apotheke und des Labors sind dezentrale Anlagen mit einer Umschaltzeit von ≤0,5 sec.
Vorgesehen.
Die Aufstellung erfolgt in den Unterverteilerräumen SV.