Beschreibung der Beschaffung
Beschreibung der Situation und Erschließung der geplante Neubau der Gemeinschaftsschule Kellinghusen soll auf einem Baufeld nördlich des Hauptschulgebäudes (Bauteil B) innerhalb des sogenannten Schulwaldes platziert werden. Die äußersten östlichen Gebäudekanten liegen ca. in der Flucht mit der Ostfassade des Bestandsgebäudes der ehemaligen Hauptschule. Zur nördlich verlaufenden Luisenberger Straße wird ein Abstand gehalten, um den vorhandenen Grünzug weitestgehend zu erhalten. Nach Westen bildet der Sportplatz die Grenze des Baufeldes.
Von den Bestandsbauten bleibt der Rundbau, Bauteil A die Planung und Ausführung der Installationen erfolgt unter Beachtung nachfolgend aufgeführter wesentlicher Normen, Vorschriften und Vorgaben:
1. Landes Bauordnung (LBau),
2. Normenreihe DIN / VDE 0100 — Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1 000 V,
3. Norm DIN / VDE 0108 — 100 — Starkstromanlagen und Sicherheitsstromversorgung in baulichen Anlagen für Menschenansammlungen,
4. DIN VDE 0828 Elektroakustische Notfallsysteme,
5. EN 12464 Beleuchtung mit künstlichem Licht,
6. Leitungsanlagenrichtlinie LAR,
7. DIN VDE 0185 Blitzschutzanlagen,
8. Arbeitsstätten- Richtlinien und Verordnungen,
9. TR Schulen 2016.
Leistungsermittlung
Für den Leistungsbedarf wurden folgende Werte ermittelt:
Leistungsbedarf: Pw2 = ca. 300 kW
442 Eigenstromversorgungsanlagen
Sicherheitsbeleuchtungsanlage, Gem. BGR 216, ASR 7/4 und EN 1838, DIN 4844 und HBauO wird der Gebäudeabschnitt mit einer Sicherheitsbeleuchtungsanlage ausgerüstet.
Natürliche Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (NRWG). USV Versorgung Sprachalarmierungsanlagen SAA (ELA).
443 Niederspannungsschaltanlagen
Die Verteilungen werden als typgeprüfte Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen nach DIN / VDE 0660, Teil 500 vorgesehen und beinhalten alle Sicherungs-, Schalt- und Steuergeräte, die anschlussfertig auf Klemmen verdrahtet werden.
NSHV
Die Niederspannungshauptverteilung (NSHV) wird im Erdgeschoss in einem speziellen Technikraum (gemäß
EltBauR) geplant.
Unterverteilungen
Die Unterverteilungen UV versorgen die elektrotechnischen Verbraucher in Ihren jeweiligen Versorgungsbereichen.
Die Absicherungen der jeweiligen Abgänge erfolgt unter Zugrundelegung der DIN VDE 0100, Teil 430 bzw. DIN VDE 0298, Teil 2.
444 Niederspannungsinstallationsanlagen
Die Leistungen dieses Titels umfassen Schaltgeräte, Steckdosen, Elektrogeräte sowie die komplette Verkabelung und Kabel- und Leitungstrassen des Hauses einschl. der Anschlüsse für die Beleuchtung und nutzungsspezifischer Anlagen sowie notwendiger Anschluss- und Abzweigdosen.
Kabel und Leitungen sämtliche Kabel und Leitungen, die zu den Verteilungen und zu den Verbrauchern wie Leuchten, Steckdosen und sonstigen Geräten führen, sind vorwiegend als halogenfreie Mantelleitungen (NHMH) geplant. Steuerleitungen werden ebenfalls in halogenfreier Ausführung (J-H(St)H) geplant.
Brandschutzmaßnahmen sämtliche Leitungsdurchführungen und Deckendurchbrüche die
Brandabschnitte oder Bauteile mit Feuerwiderstandsdauer Queren, sind als Brandschottung auszuführen.
445 Beleuchtungsanlagen
Die Beleuchtungsanlage ist entsprechend der Arbeitsstätten-Richtlinie „Künstliche Beleuchtung“ vom 1. Oktober 1993 III b 2-34507, der EN 12464, der AMEV ausgelegt.
Für die Beleuchtung der Fluchtwege (Treppen und Flure) kommen Rettungszeichen- und Sicherheitsleuchten zum Einsatz.
Rettungszeichenleuchten werden in energiesparender LED Technik ausgeführt.
446 Blitzschutz- und Erdungsanlage
Es erfolgt eine Ausrüstung mit Erdungs-, Blitzschutz- und Potenzialausgleichsanlage gemäß:
— DIN VDE 0185,
— DIN VDE 0800,
— ENV 61024.
Auslegungsstand 2014.
Es ist eine Blitzschutzanlage der Blitzschutzklasse III geplant.
449 Sonstiges
NRWG-Anlagen
In Treppenhäusern kommen Natürliche Rauch- und Wärmeabzugsanlagen NRWG, (früher RWA) zum Einsatz. Die Auslösung erfolgt über die in den Anlagen integrierten Rauchmelder und über Handauslösetaster. NRWG werden als zugelassenes Gesamtsystem vom Gewerk Hochbau geplant und erreicht.