Beschreibung der Beschaffung
Im Rahmen der Gestaltung, Umsetzung und der Ergebnispräsentation eines umfangreichen Benchmarks hinsichtlich der Kosten und Preise der IT-Leistungen von IT.NRW wird entsprechende Unterstützung benötigt. Mögliche IT-Leistungen Umfassen dabei die Bereiche der Softwareentwicklung, des Prozessmanagements und Rechenzentrumsleistungen. Daraus können bspw. nachfolgende Benchmarkobjekte mit Bezug auf die Organisationsstruktur von IT.NRW abgeleitet werden:
— Softwareentwicklung (u. a. JAVA, .NET, LAMP, Großrechner),
— Content-Management-Systeme,
— Dokumenten-Management-Systeme (u. a. DOMEA),
— Formular-Management-Systeme (u. a. SharePoint),
— BMC Remedy,
— Service-Desk Leistungen,
— SAP-Basisadministration, SAP-Entwicklung,
— Infrastrukturdienste d. h.
—— LAN,
—— Überwachung,
—— Kommunikationsinfrastruktur,
— u. a. E-Mail Postfächer, UMS, VoIP
—— Arbeitsplatzrechner,
—— Mobile Device Management,
—— mobile Telearbeit, etc.,
— Systembereiche d. h.,
—— Serverbereitstellung (u. a. virtuelle Server, physikalische Server),
—— Betriebssysteme (u. a. Windows 10, Linux),
—— Speichertechnologien,
—— Datenbank (u. a. Oracle, Postgres), Middleware (u. a. Webhosting),
—— Citrix,
—— Archivierung, Sicherung,
— Druck, Kuvertierung, Versand.
Für die Gestaltungs- bzw. der Planungsphase des Benchmarks erwartet IT.NRW, dass der Auftragnehmer (AN) ein grundlegendes Wissen bzgl. Benchmarking vermittelt, sodass der AG eine konkrete Vorstellung über Thema, Ablauf und Methodik erhält, die es für die Umsetzung nutzen kann. Dies kann bspw. mit Hilfe von Workshops umgesetzt werden. Darüber hinaus sollten hier die ersten Benchmarkobjekte gemeinsam identifiziert und die nächsten Schritte zur Umsetzung geplant werden.
Im Rahmen der Umsetzung oder auch der Datenerhebung seitens IT.NRW ist es wichtig, dass der AN kurzfristig zu Verfügung steht, falls Probleme oder Fragen aufkommen. Darüber hinaus sollte der AN in der Lage sein, bei fehlender Benchmarkfähigkeit von IT-Leistungen die Gründe zu identifizieren und konkrete Lösungsvorschläge zu unterbreiten und bei der Umsetzung zu unterstützen. Bei fehlenden Messmethoden sind Konzepte zu erarbeiten und bei der Einführung und Umsetzung zu unterstützen.
Im nächsten Schritt sollten die erhobenen Daten mit dem eigenen Datenbestand des AN, d. h. Daten aus Benchmarkprojekten des AN, abgeglichen und ausgewertet werden. Schwerpunktmäßig sollte der Benchmark zwar mit Unternehmen aus dem öffentlichen Sektor (IT-Dienstleister) durchgeführt werden, wobei vergleichbare
Unternehmen aus dem privaten Sektor auch erwünscht sind. Die Ergebnisse aus dem Benchmark sollen sowohl in Form eines elektronischen Ergebnisberichtes (Microsoft Office) als auch vor Ort bei IT.NRW und ggfs. bei Aufsichtsbehörde und Kunden präsentiert werden. Inhaltlich sollte einerseits eine Einordnung von IT.NRW zu den Vergleichsunternehmen als auch Maßnahmenvorschläge zur Optimierung (inkl. einer Aufwandsabschätzung) aufgeführt werden.
Zusätzlich zu dem umfangreichen Benchmark, welches einen planmäßigen Turnus von 2 Jahre haben soll, erwartet IT.NRW auch sog. „ad-hoc“-Unterstützungsleistungen zur Bearbeitung weiterer Benchmarkobjekte, um sukzessive den Großteil des Leistungsangebotes einem Benchmark zu unterziehen. Solche ad-hoc Abrufe können auch bei internen und externen Problemsituationen in Anspruch genommen werden, bei denen zum Beispiel Kosten und Preise von IT-Leistungen zu rechtfertigen sind, um ggf. frühzeitig Optimierungsmaßnahmen hinsichtlich der Preis- und Kostenkalkulation ergreifen zu können.
Die Leistungen sind sowohl für den Auftraggeber IT.NRW als auch für das Rechenzentrum für Finanzen (RZF) in Düsseldorf zu erbringen.