Beschreibung der Beschaffung
Los 1.18 Elektro/Beleuchtung/Datennetz/Blitzschutz
Der Landkreis OSL plant die Sanierung und Modernisierung der Gebäude des Friedrich-Engels-Gymnasium in der Fischreiherstraße in Senftenberg. Die Sanierung erfolgt in 3 aufeinanderfolgen-den vertikalen Bauabschnitten. In dem jeweilig zu sanierenden Bauabschnitt erfolgt kein Schulbetrieb. Die ausgeschriebene Leistung bezieht sich nur auf die Leistung des 1. Bauabschnitts.
Die Bauabschnitte 2 und 3 für LOS 1.18 werden in den Jahren 2022 und 2023 separat ausge-schrieben.
Zeitgleich zu den Maßnahmen des Los 1.18 wird die Errichtung einer Brandmeldeanlage mit Sprachalarmierung und Amok-System (Los 1.19) sowie eine neue Sicherheitsbeleuchtungsanlage als Zentralbatteriesystem (Los 1.20) durchgeführt. Das Verlegesystem in Form von Hauptkabelt-rassen in Steigeleitern, Kanälen, Kabel-/Gitterrinnen, Funktionserhaltskabelanlagen, Durchbrüchen und Schlitzen für uP-Installationen sind für die Los 1.19 und 1.20 vorzubereiten. Enge terminliche Abstimmungen sowie zeitgleiche gemeinsame Bauausführungen sind einzukalkulieren.
Die Hauptkabelwege werden über zentrale Steiger sowie oberhalb vollständig revisonierbarer Brandschutzunterdecken in den notwendigen Fluren erschlossen. Die Verkabelung in die Räume erfolgt hauptsächlich als Stich aus dem Flur heraus, in den Räumen hauptsächlich in LF- oder BR-Kanälen.
Elektroinstallation+Beleuchtung
Die derzeitigen Installationen inkl. Beleuchtung, Kommunikationsnetz des 1.Bauabschnitts werden vollständig zurückgebaut. Nach Rückbau der Altinstallation ist die Installation inkl. LED-Beleuchtung und Kommunikationsnetz vollständig neu aufzubauen. Für die gesamte Beleuchtung liegt ein abgestimmtes Beleuchtungskonzept vor.
Im 1.BA wird je Etage eine neue Elektrounterverteilung + zusätzliche Verteiler für Technikräume installiert. Die Versorgung des 1. Bauabschnitts wird derzeit über vorhandene Elektroverteilungen im mittleren Treppenraum abgesichert / diese Verteilungen werden weiter betrieben, nicht mehr be-nötigte Leitungen aus dem Bereich des 1.BA werden peu-a-peu ausgeklemmt und zurückgebaut. Provisorien an Kabelanlagen zum Weiterbetrieb der Bereiche außerhalb des BA´s sind zu schaffen. Das Gebäude ist im Bestand mit einer KNX-Technologie zur Steuerung der Heizungs- und Beleuchtungsanlage ausgestattet. Das KNX-System für die Beleuchtungsanlage wird nicht weitergeführt und bauabschnittsweise zurückgebaut. Für die Steuerung der Heizungsanlage wird das KNX-System weiterbetrieben. Linien als auch zentrale Verteiler- und dezentrale Einbaukomponenten sind neu zu errichten. Neue Aktoren, Sensoren und Leitungsanlagen werden vorbereitend für das HLS-Gewerk errichtet. Die Programmierung und IBN des KNX-Systems erfolgt durch einen durch den LK OSL extern beauftragten Dienstleister.
Der Umfang der Anlage im 1.Bauabschnitt erstreckt sich auf folgende ungefähre Stückzahlen - ca. 260 Leuchten, ca. 550 Installationsgeräte (Schalter/Taster/Präsenzmelder/Steckdosen/HDMI-Dosen usw.), ca. 11.000m Stark- und Schwachstromleitungen untersch. Querschnitte, ca. 1800m LF/BR-Kanäle/Rohre, ca. 350m Trassen.
Kommunikationstechnik
Die gesamte strukturierte Datennetzverkabelung im 1. Bauabschnitt wird nach Anforderung des AG (IuK-Abteilung) neu aufgebaut. Vorhandene Netzwerkschränke inkl. aller Einbauten werden zurückgebaut. Es sind Provisorien zu schaffen, um die Bereiche außerhalb des 1. BA weiterversorgen zu können. Je Etage wird ein Technikraum im Bereich des 1. BA geschaffen, in denen die Etagen-verteiler gestellt werden, die später jeweils die gesamte Etage (1.-3.BA) datentechnisch anbinden.
Teil der Leistung ist die Errichtung von 11x 19"-Netzwerkstandverteiler sowie des gesamten passiven Datennetzes inkl. Netzwerkanschlussdosen für den 1.BA, ca. 550 Ports mit ca. 12.000m Cat.7a Duplex-Kupferstrecken und 8 Stck. vorkonfektionierte etagenübergreifende Glasfaserstrecken, als Grundausbau und Redundanzverlegung.
Die neuen Netzwerk-Schränke sind so ausgelegt, dass eine Nachbelegbarkeit für die Folgebauabschnitte 2 und 3 möglich ist. Leistungsgrenze ist das Patch-Panel im Schrank inkl. Messung der Kupferstrecken. Die Aktivtechnik inkl. notwendiger Programmierungen und IBN wird durch den AG organisiert. Die Umsetzung eines Erdungskonzeptes für das Datenkommunikationsnetz ist Teil der Leistung.
Blitzschutz/Erdung
Das Hauptgebäude besitzt eine äußere Blitzschutzanlage. Das Dach wird im Zuge des 2. und 3. Bauabschnitts vollständig saniert, für den 1. BA sind nur Teilabschnitte zurückzubauen und neu zu installieren. Ergänzend hierzu wird die äußere Blitzschutzanlage für den Schutz von Gewerke fremden Dachaufbauten mit Fangstangen erweitert und angepasst. Die Erdungsanlage muss bauabschnittsweise entlang des Gebäudes als Ringerder neu errichtet werden. Weitere Details sind den Vortexten des Leistungsverzeichnisses zu entnehmen.