Beschreibung der Beschaffung
Elektroanlage für den Neubau eines Bürogebäudes am Rand der Darmstädter Innenstadt mit 5 Vollgeschossen und einer Teilunterkellerung, ohne Tiefgarage. LEED- Platin Zertifizierung; ebenes, nicht beengtes, gut anzufahrendes Grundstück;
BRI oberirdisch ca. 36.740 m³; BRI unterirdisch ca. 8.030 m³;
BGF oberirdisch ca. 9.500 m²; BGF unterirdisch ca. 1.770 m²;
Gebäudelänge ca. 112 m; Gebäudebreite 9,50-26,70 m;
Versorgung Elektro:
Das Bürogebäude wird über die bestehende Trafostation an der Entega E-Tankstelle niederspannungsseitig angebunden. Die elektrische installierte Leistung beträgt ca. 715,7kW, die gleichzeitige Leistung beträgt ca. 572,7kW.
Erneuerbare Energiequellen, Photovoltaikanlage:
Leistungsbeschreibung Photovoltaikanlage:
Zur Erfüllung der Anforderungen LEED muss die Photovoltaik-Anlage mindestens 5 Prozent des Energiebedarfs des Gebäudes decken. Zur Erfüllung des KfW-40 Standards ist eine Photovoltaik-Fläche von 1.100qm notwendig.
Auf der Dachfläche ist die Errichtung einer Photovoltaikanlage vorgesehen, an den südlichen Sonnenschutzelementen an der Fassade ist die Belegung mit Photovoltaik-Modulen vorgesehen.
Die Flächen teilen sich wie folgt auf:
Auf dem Dach ca. 340qm, in der Fassade integriert ca. 760qm.
Die PV-Module auf dem Dach werden auf Solaraufständerungen zur Integration in das Retentionsdach mit extensiver Begrünung montiert und erfolgt mit der Dachbegrünung.
Die Belegung der Sonnenschutzelemente mit PV-Modulen erfolgt mit dem Fassadenbau.
Die Anlage hat eine Nennleistung von ca. 192,0 kWp und soll für den Eigenbedarf betrieben werden.
Die Aufstellung der Wechselrichter erfolgt auf dem Dach.
Die Niederspannungshauptverteilung (Zählerschrank Wandler) ist im HA-ELT-Raum im UG vorgesehen.
Sicherheitsbeleuchtung:
Gemäß Brandschutzkonzept sind die Fluchtwege mit einer Sicherheitsbeleuchtung auszurüsten, wenn der Ausfall der allgemeinen Beleuchtung das gefahrlose Verlassen der Arbeitsstätte nicht gewährleistet ist.
Für das Gebäude kommt eine Sicherheitsbeleuchtungsanlage bestehend aus einem vollüberwachten Central Power Systems, CPS-System CPS gemäß DIN EN 50171 zur Versorgung von Sicherheits- und Rettungszeichenleuchten zum Einsatz.
In den Bauteilen der Etagen werden für die Sicherheitsbeleuchtungen Unterverteilungen mit Funktionserhalt gemäß den Brandabschnitten vorgesehen.
Aufzugsanlagen:
Für das Gebäude sind vier Aufzugsanlagen vorgesehen, eine zweier-Aufzugsgruppe im Bauteil Mitte und jeweils eine Aufzugsanlage im Bauteil West und Ost.
Gemäß Brandschutzkonzept sollen die Personenaufzüge in den Bauteilen West und Ost im Brandfall als Rettungsaufzug weiter betrieben werden, um die Selbstrettung der Menschen mit Behinderung zu ermöglichen.
Für die Aufzüge West und Ost ist eine batteriegestützte dynamische Ersatzstromanlage gemäß DIN VDE 0100-560 und DIN VDE 0100-718 vorgesehen.
Installationsanlagen:
Die Installation in den Obergeschossen erfolgt Unterputz, die Installation im Untergeschoss, in den Technikflächen 4.OG und auf der Dachfläche, sowie in den Technikräumen in den Büroetagen erfolgt Aufputz.
Die Versorgung der Büroarbeitsplätze erfolgt über Bodentanks. Die Erschließung der Bodentanks in den Obergeschossen erfolgt über Doppelböden in den Flurbereichen und Hohlraumböden in den Bürobereichen West und Ost. Die Erschließung der Bodentanks in den Besprechungsräumen im Bauteil erfolgt über Hohlraumboden. Im mittleren Bauteil erfolgt die Anbindung von Bauteil West zu Bauteil Ost über Unterflursysteme.
Die Erschließung der Bodentanks im EG erfolgt über Unterflursysteme.
Beleuchtungsanlagen:
Die Treppenhäuser, die Flure und die Nebenräume in den Obergeschossen werden über Präsenzmelder geschaltet / geregelt.
Die Beleuchtung der Büroflächen erfolgt über Stehleuchten mit autarken Präsenzmeldern.
Die Beleuchtung in den Technikbereichen im Untergeschoss, im 4.OG und auf der Dachfläche, sowie in den Technikräumen in den Büroetagen wird mit örtlichen Lichtschaltern geschaltet.