Liste und kurze Beschreibung der Bedingungen
Das ausgeschriebene Forschungsvorhaben beinhaltet eine große Komplexität an technischen, rechtlichen und ökonomischen Fragestellungen bei gleichzeitiger großer erwarteter Flexibilität an den Einsatz der Ressourcen. Aufgrund der dynamischen aktuellen politischen und ökonomischen Bedingungen muss sichergestellt werden, dass die Angebote ausreichend Spielraum hinsichtlich der fachlich zu bearbeitenden Fragestellungen und der einsetzbaren Ressourcen anbieten. Aufgrund der inhaltlichen Breite des Auftrags und der damit in Zusammenhang stehenden Eignungsanforderungen ist die Bearbeitung durch Konsortien ausdrücklich zugelassen und erwünscht. Die komplexen Fragestellungen setzen voraus, dass die Auftragnehmer bereits über umfangreiche Erfahrungen und ausgewiesene Expertise im gesamten Themenbereich verfügen. Auf Grund der großen Komplexität des Vorhabens besteht die Möglichkeit, dass ein grundsätzlich geeignetes Angebot gegebenenfalls kleinere Mängel aufweist, die auf Missverständnissen und einem nicht vollständigen Bild der Anforderungen an die Bearbeitung beruhen. Es wird darum die Gelegenheit geschaffen, diese vor der Beauftragung im Wege einer Verhandlung auszuräumen.
Die Eignung der Bieter wird anhand folgender Kriterien bewertet:
I. Fachkunde
Fundierte Kenntnisse, Erfahrungen und Kompetenzen in den für das Vorhaben relevanten Bereichen der Wissenschaft und Beratung, zum Beispiel:
- Fundierte Kenntnisse des Industriesektors und bestehender technischer, rechtlicher und ökonomischer Herausforderungen bei der Transformation des Sektors
- Kenntnisse der Emissionsberichterstattung, der Energiebedarfe und konventioneller sowie innovativer, klimafreundlicher Produktionsprozesse - Kenntnisse und Erfahrungen zu Ex-Ante Folgenabschätzungen im Industriesektor
- Kenntnisse der politischen Kommunikation sowie die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte schnell, verständlich und sachlich richtig darzustellen
Die wissenschaftliche und professionelle Eignung ist in Form von Vorarbeiten und Veröffentlichungen umfassend nachzuweisen.
II. Personelle, organisatorische und technische Leistungsfähigkeit
- Aussagekräftiges Profil der Bewerber sowie überzeugende fachliche breite Darstellung der Kompetenz- und Tätigkeitsschwerpunkte
- Benennung der Mitglieder des Projektteams und der Projektleitung sowie ihrer Qualifikationen und Erfahrungen unter Angabe von entsprechenden Vorarbeiten und Veröffentlichungen
- Verfügbare relevante Vorarbeiten, Datenquellen und Berechnungsmodelle
- Im Angebot ausreichend dargestellte Flexibilität bei der Steuerung der Ressourcen
- Im Angebot ausreichend dargestellte Flexibilität hinsichtlich möglicher inhaltlicher oder organisatorischer Änderungen, die sich kurzfristig während der Bearbeitung aus den dynamischen politischen, rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen ergeben können
Bei Zuschlagsabsicht ist die Vergabestelle gem. § 6 Wettbewerbsregistergesetz (WRegG) verpflichtet, vom zu Beauftragenden eine Registerabfrage zu starten.
Bei Bietergemeinschaften betrifft die Abfragepflicht alle an der Bietergemeinschaft beteiligten Unternehmen.
Dazu werden nachfolgende Angaben benötigt:
1) Registerangaben: inländisches oder ausländisches Register, Registergericht, Registertyp und Registernummer
a. Sofern für die berufliche bzw. gewerbliche Tätigkeit eine Pflicht zur Eintragung in einem der in Anhang XI zur Richtlinie 2014/24/EU über die öffentliche Auftragsvergabe genannten Register besteht, einen Ausdruck der Eintragung, der nicht älter als sechs Monate zum Ende der Angebotsfrist ist.
2) Falls vorhanden: Umsatzsteuer-ID
Im Rahmen eines Teilnahmewettbewerbs behält sich die Vergabestelle vor, nach § 6 Absatz 1 WRegG abzufragen, ob Eintragungen im Wettbewerbsregister in Bezug auf diejenigen Bewerber vorliegen, die der Auftraggeber zur Abgabe eines Angebots auffordern will.