Beschreibung der Beschaffung
Für die Steuerung und Überwachung der gesamten Medien- und Haustechnik wird ein freiprogrammierbares Steuerungssystem vorgesehen. Das
Steuerungssystem kann generell mit jedem beliebigen System eine Befehlsübergabe und Rückmeldung realisieren.Explizit werden folgende
Schnittstellen an der Steuerzentrale, auf dem Ethernet sowie proprietären Systembus gefordert:
Medientechnik (wie z.B. Tonsysteme, Projektionstechnik, Leinwände, Videokonferenzsysteme, Bühnenbeleuchtung, ELA-Anlage, Zuspieltechnik,
...): Bidirektionale RS232, RS422, RS485, Ethernet, Infrarot, Lautstärkeregelung, Midi, DMX, analoge Aus- und Eingänge, digitale Aus-
und Eingänge. Um den Verkabelungsaufwand zu reduzieren wird explizit die Steuerung über CEC gefordert.
Haustechnik (wie z.B. Lichtsysteme, Sonnenschutz, Multiroom Systeme, Wetterstation, Videoüberwachung, ...): Hutschienenmodule für Schalt-
und Dimm-Module, Stromsenken, analoge Aus- und Eingänge, digitale Aus- und Eingänge oder inkrementale Drehgeber stehen zur Verfügung.
Facility Management (wie z.B. Heizung-, Klima- und Lüftungssteuerung, Brandmeldesysteme, Störmeldungen, Raumbuchungssyteme,
Schrankensteuerung, Notlicht, ...): Schnittstellen zu EIB, LON, LCN, Luxmate, Dali, CAN, DSI, Mod-Bus oder OPC Server.
Die Verbindung zwischen Steuerzentralen, Bediengeräten sowie externen Netzwerkteilnehmern erfolgt über Standard Ethernet oder über einen
proprietären Systembus. Ohne aktiven Repeater ist eine Bus Länge von bis zu 1500 Meter bei einer proprietären Struktur zu realisieren. Es
ist ein sog. echtzeitfähiges System zu liefern. Latenzzeiten größer als 0,3s werden aufgrund der Haus- und
Medientechnischen Anforderungen nicht akzeptiert bzw. würden zu Fehlbedienungen führen. Das Gesamtsystem verfügt bereits in der
Grundausstattung über ein Netzwerkanalysetool, die den aktuellen Status des Gesamtsystems (Netzwerkteilnehmer, Kommunikation, Stromversorgung,
Signalpegel, ...) aufzeigt. Die gesamten Daten werden in einer Datenbank archiviert und können ohne Datenbank-Kenntnisse in eine
Tabelle (wie z.B. Microsoft Excel) ausgelesen werden. Fernwartung und Fernsteuerung ist ohne Einschränkung zu realisieren. Die
Steuerzentralen sind prinzipiell wartungs- und verschleißfrei aufzubauen, d.h. keine Festplatten, Lüfter oder ähnliche bewegliche
Bauteile sind in den Steuerzentralen vorhanden. Die Steuerzentralen verfügen softwareseitig generell über komplexe Logikfunktionen
(digital, mathematisch und vergleichend), sowie frei programmierbare Zeitbausteine (Timer für Jahr, Monat, Tag, Stunde, Minute und Sekunde,
letzter Tag im Monat, Stoppuhr,.). Das System ist sowohl auf der Hardware- sowie auch auf der Softwareseite beliebig erweiterbar.