"Fahrverhalten, Flächenanspruch und Sicherheit von Radverkehr auf Gefällestrecken "

Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Schließung der Erkenntnislücken zu Verkehrssicherheit, Fahrverhal-ten und Flächenbedarf von Radverkehr auf Gefälle- bzw. Steigungsstrecken. Die Aussagen des gegen-wärtigen Regelwerks hierzu sind nicht geeignet, Planenden einen ausreichenden Anhaltspunkt zur ver-kehrssicheren und attraktiven Gestaltung der Führung des Radverkehrs zu bieten. Die derzeitige Ausgangslage ist dadurch gekennzeichnet, dass Gefällestrecken für den Radverkehr ein erhöhtes Unfallrisiko bergen (UDV Nr. 96/98). Das gilt an allen Straßen mit und ohne separate Radver-kehrsanlagen. Wobei sich das Risiko entsprechend der Ortslage unterschiedlich darstellt. So ist bei ca. 17% der Alleinunfälle von Radfahrenden mit Personenschaden als Charakteristik der Unfallstelle „Gefäl-le“ angegeben, außerorts betrachtet bei ca. 39% (UDV Nr.98). Im Regelwerk der FGSV und international werden deshalb für Gefällestrecken größere Wegbreiten für den Radverkehr empfohlen. Konkrete Empfehlungen werden aber nicht gegeben. Es ist aber plausibel, dass verschiedene Aspekte im engen Zusammenhang mit den Geschwindigkeiten des Radverkehrs ste-hen. Gleichzeitig ist über den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit des Radverkehrs und dessen Verkehrssicherheit, Trassierungsparameter, Verträglichkeit mit dem Fußverkehr, Empfindlichkeit gegen Unebenheiten, erforderliche Haltesichtweiten, Fahrstabilität und den Einfluss von Randmarkierungen wenig bekannt. Damit fehlen Planenden die Grundlagen für die Wahl der geforderten Breitenzuschläge bzw. Grundlagen für die grundsätzliche Entscheidung der Führungsform bei Gefälle und Steigung. Im Rahmen eines Forschungsprojekts sind deshalb mögliche Zusammenhänge aus Längsneigung, Länge der Längsneigung und der daraus resultierenden Geschwindigkeit zu untersuchen. Auf Grundlage der Geschwindigkeiten sind die Auswirkungen auf o.g. Aspekte zu bestimmen. Auf Basis der Forschungsergebnisse sollen belastbare Empfehlungen für das Regelwerk formuliert werden.

Deadline

Deadline 2026-11-10

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2026-09-28 Auftragsbekanntmachung
Auftragsbekanntmachung (2026-09-28)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: "Fahrverhalten, Flächenanspruch und Sicherheit von Radverkehr auf Gefällestrecken "
Referenznummer: Z2l-FE 02.496/2025/KGB
Kurze Beschreibung:
Ziel des Forschungsvorhabens ist die Schließung der Erkenntnislücken zu Verkehrssicherheit, Fahrverhal-ten und Flächenbedarf von Radverkehr auf Gefälle- bzw. Steigungsstrecken. Die Aussagen des gegen-wärtigen Regelwerks hierzu sind nicht geeignet, Planenden einen ausreichenden Anhaltspunkt zur ver-kehrssicheren und attraktiven Gestaltung der Führung des Radverkehrs zu bieten. Die derzeitige Ausgangslage ist dadurch gekennzeichnet, dass Gefällestrecken für den Radverkehr ein erhöhtes Unfallrisiko bergen (UDV Nr. 96/98). Das gilt an allen Straßen mit und ohne separate Radver-kehrsanlagen. Wobei sich das Risiko entsprechend der Ortslage unterschiedlich darstellt. So ist bei ca. 17% der Alleinunfälle von Radfahrenden mit Personenschaden als Charakteristik der Unfallstelle „Gefäl-le“ angegeben, außerorts betrachtet bei ca. 39% (UDV Nr.98). Im Regelwerk der FGSV und international werden deshalb für Gefällestrecken größere Wegbreiten für den Radverkehr empfohlen. Konkrete Empfehlungen werden aber nicht gegeben. Es ist aber plausibel, dass verschiedene Aspekte im engen Zusammenhang mit den Geschwindigkeiten des Radverkehrs ste-hen. Gleichzeitig ist über den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit des Radverkehrs und dessen Verkehrssicherheit, Trassierungsparameter, Verträglichkeit mit dem Fußverkehr, Empfindlichkeit gegen Unebenheiten, erforderliche Haltesichtweiten, Fahrstabilität und den Einfluss von Randmarkierungen wenig bekannt. Damit fehlen Planenden die Grundlagen für die Wahl der geforderten Breitenzuschläge bzw. Grundlagen für die grundsätzliche Entscheidung der Führungsform bei Gefälle und Steigung. Im Rahmen eines Forschungsprojekts sind deshalb mögliche Zusammenhänge aus Längsneigung, Länge der Längsneigung und der daraus resultierenden Geschwindigkeit zu untersuchen. Auf Grundlage der Geschwindigkeiten sind die Auswirkungen auf o.g. Aspekte zu bestimmen. Auf Basis der Forschungsergebnisse sollen belastbare Empfehlungen für das Regelwerk formuliert werden.
Mehr anzeigen
Art des Vertrags: Dienstleistungen
Produkte/Dienstleistungen: Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung 📦
Geschätzter Wert ohne MwSt: 231092.44 EUR 💰
Beschreibung
Interne Kennung: Z2l-FE 02.0496/2025/KGB
Postleitzahl: 51427
Stadt: Bergisch Gladbach
Land: Deutschland 🇩🇪
Ort der Leistung: Rheinisch-Bergischer Kreis 🏙️
Vergabekriterien
Qualitätskriterium (Bezeichnung): Qualität
Qualitätskriterium (Gewichtung): 50
Preis ✅
Preis (Gewichtung): 50
Titel
Los-Identifikationsnummer: LOT-0000

Verfahren
Art des Verfahrens
Offenes Verfahren ✅
Rechtsgrundlage: Richtlinie 2014/24/EU
Zentrale Elemente des Verfahrens:
Es gelten die für das Verfahren veröffentlichten Teilnahmebedingungen (Nr. 3 der Vergabe- und Vertragsunterlagen).
Administrative Informationen
Frist für den Eingang von Angeboten oder Teilnahmeanträgen: 2026-11-10 06:05:00 📅
Bedingungen für die Öffnung der Angebote (Informationen über die befugten Personen und das Öffnungsverfahren): Die Angebotsöffnung ist nicht öffentlich.
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch 🗣️
Mindestzeitraum, in dem der Bieter das Angebot aufrechterhalten muss: 13 Wochen
Bedingungen für die Einreichung eines Angebots
Die Bieter können mehrere Angebote einreichen
Zusätzliche Informationen: Die Angebotsöffnung ist nicht öffentlich.
Elektronische Rechnungsstellung: Erforderlich
Die elektronische Bestellung wird verwendet ✅
Elektronische Zahlung wird verwendet ✅
Zusätzliche Informationen: siehe § 56 VgV
Vergabekriterien
Gewichtungsart: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Bedingungen für die Einreichung eines Angebots
Der Vertrag enthält Bedingungen zur Vertragsausführung ✅

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Eignungskriterium: Andere wirtschaftliche oder finanzielle Anforderungen
Liste und kurze Beschreibung der Regeln und Kriterien:
- Eine aktuelle Bankerklärung (nicht älter als drei Monate nach Ausstellungsdatum), Körperschaften des öffentlichen Rechts können die finanzielle Leistungsfähigkeit durch eine Eigenerklärung nachweisen. und - ein aktueller Nachweis über eine bestehende Berufs- bzw. Betriebshaftpflichtversicherung für Personen-, Vermögens- und Sachschäden, die über die Gesamtlaufzeit des Forschungsvorhabens Gültigkeit besitzt oder eine Eigenerklärung, in der der Bieter bestätigt, dass er sich im Fall der Zuschlagserteilung dazu verpflichtet, eine Berufs- bzw. Betriebshaft-pflichtversicherung im o. g. Sinne abzuschließen und den entsprechenden Nachweis vorzulegen. Körperschaften des öffentlichen Rechts können den Rechtsstatus durch eine Eigenerklärung nachweisen. Die aufgeführten Anforderungen sind Mindestanforderungen.
Mehr anzeigen
Eignungskriterium: Referenzen zu bestimmten Dienstleistungen
Liste und kurze Beschreibung der Regeln und Kriterien:
Kenntnisse und Erfahrungen bei der Durchführung und Auswertung von Verkehrserhebungen und -beobachtungen von Radverkehr nachzuweisen durch mindestens 1 abgeschlossenes Referenzprojekt aus den letzten 5 Jahren. (Referenzliste 1) Die aufgeführten Anforderungen sind Mindestanforderungen.
Mehr anzeigen
Kenntnisse und Erfahrungen bei der Planung von Anlagen für Fuß- und Radverkehr in der Praxis oder im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen nachzuweisen durch mindestens 1 abgeschlossenes Referenzprojekt aus den letzten 5 Jahren. (Referenzliste 2). Die aufgeführten Anforderungen sind Mindestanforderungen.
Mehr anzeigen
Kenntnisse und Erfahrungen bei der Durchführung von wissenschaftlichen Analysen zur Verkehrssicherheit inklusive Unfallanalysen nachzuweisen durch mindestens ein abgeschlossenes Referenzprojekt aus den letzten 5 Jahren (Referenzliste 3). Die aufgeführten Anforderungen sind Mindestanforderungen.
Mehr anzeigen
Vorhandensein von Fachpersonal für die Projektdurchführung nachzuweisen durch Eigenerklärung über die Qualifikation der Mitarbeitenden, mit namentlicher Nennung der projektleitenden Person und der Hauptbearbeitenden (Eigenerklärung 1). Die aufgeführten Anforderungen sind Mindestanforderungen.
Mehr anzeigen
Ausschlussgrund: Verstoß gegen die in den rein innerstaatlichen Ausschlussgründen verankerten Verpflichtungen
Beschreibung der Ausschlussgründe:
Es gelten die in § 123 GWB und § 124 GWB genannten Ausschlussgründe. Nichtvorliegen der genannten Ausschlussgründe sind nachzuweisen durch Eigenerklärung, siehe Vergabeunterlage Nr. 4 (vgl. Teilnahmebedingungen Nr. 4.4).

Öffentlicher Auftraggeber
Name und Adressen
Name: Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen
Nationale Registrierungsnummer: 0204:991-00122FUE-48
Postanschrift: Brüderstraße 53
Postleitzahl: 51427
Postort: Bergisch Gladbach
Region: Rheinisch-Bergischer Kreis 🏙️
Land: Deutschland 🇩🇪
Kontaktperson: Referat Z2, Externe Forschungsvergabe
E-Mail: forschungsvergabe@bast.de 📧
Telefon: 000 📞
URL: https://www.bast.de 🌏
Art des öffentlichen Auftraggebers
Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde
Haupttätigkeit
Allgemeine öffentliche Verwaltung
Kommunikation
Dokumente URL: https://www.evergabe-online.de/tenderdocuments.html?id=894782 🌏
Teilnahme-URL: https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=894782 🌏
Elektronische Einreichung: Erforderlich

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Bundeskartellamt
Nationale Registrierungsnummer: t:022894990
Abteilung: Vergabekammer des Bundes
Postanschrift: Kaiser-Friedrich-Straße 16
Postleitzahl: 53113
Postort: Bonn
Region: Bonn, Kreisfreie Stadt 🏙️
Land: Deutschland 🇩🇪
E-Mail: vk@bundeskartellamt.bund.de 📧
Telefon: +49 228 9499 0 📞
Fax: +49 228 9499163 📠
URL: https://bundeskartellamt.bund.de 🌏
Verfahren zur Überprüfung
Genaue Informationen über Fristen für Überprüfungsverfahren:
Für die Einlegung von Rechtsbehelfen gelten folgende Fristen: - Einlegung einer Rüge als Voraussetzung für den Nachprüfungsantrag, § 160 Abs. 3 S.1 Nr.1 GWB: Innerhalb von 10 Kalendertagen nach Erkennen des Vergabeverstoßes. - Einlegung eines Nachprüfungsantrages, § 160 Abs. 3 S.1 Nr.4 GWB: Spätestens 15 Tage nach Zurückweisung der Rüge durch den öffentlichen Auftraggeber. - Feststellung der Unwirksamkeit einer Zuschlagserteilung: Innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bewerber/Bieter durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrages, jedoch nicht später als sechs Monate nach Vertragsschluss. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung.
Mehr anzeigen
Informationen über elektronische Arbeitsabläufe
Die elektronische Rechnungsstellung wird akzeptiert
Bekanntmachungsangaben
Bevorzugtes Datum der Veröffentlichung: 2026-09-28+02:00 📅
Quelle: OJS 2026/S 188-669614 (2026-09-28)