FE 07.0255_2011_ARB - Informationssystem Straßenzustand Teil 2 - Entwicklung von Sensoren zur Erfassung des strukturellen Zustandes in Asphaltschichten
FE 07.0255/2011/ARB.
„Informationssystem Straßenzustand Teil 2; Entwicklung von Sensoren zur Erfassung des strukturellen Zustandes von Asphaltschichten“.
Kurzfassung.
Der Mobilitätsbedarf im individuellen sowie öffentlichen Personenverkehr und im Warentransport wächst nahezu ungebremst an. Der Straßenbau in Deutschland wird in Zukunft nicht mehr vom Neubau geprägt sein, sondern die Straßenerhaltung tritt immer mehr in den Vordergrund. Jedoch fehlen gegenwärtig die relevanten Straßeninformationsdaten für eine qualifizierte Erhaltungsplanung. Daher müssen Instrumentarien entwickelt werden, welche diese erforderlichen Straßeninformationsdaten erfassen und für eine Bewertung zur Verfügung stellen.
Derzeit sind Informationen über den „inneren Zustand“ des Bauwerks Straße ausschließlich indirekt über den Zustand bzw. die Reaktion der Oberfläche zu erhalten, die vielfach noch zu interpretieren sind. Somit geben diese keine eindeutigen Aussagen für das Gesamtbauwerk. Die Informationen, die aus dem Zustand der Oberfläche abgeleitet werden, können durch die intelligente Sensortechnik (z.B. Datenspeicherung, Detektion) vervollständigt werden.
Hierzu muss die bereits zur Verfügung stehende Sensortechnik weiterentwickelt und erprobt werden. Ebenso soll das Implementierungsverfahren (d. h. Einbau in die Straße) optimiert werden. Weiterhin müssen Verfahren zum Lesen der Straßeninformationsdaten beschrieben und bereitgestellt werden.
Durch die Nutzung dieser intelligenten Sensortechnik und der dadurch zur Verfügung stehenden Straßeninformationen kann die Nutzungsdauer einer Straße verlängert werden, folglich führt dies auch zu einem schonenden Umgang der Ressourcen.
Mit der Sensortechnik können die grundlegenden Straßendaten (Herstellung, Material usw.) zu jeder Zeit abgespeichert und ausgelesen werden. Die Sensorik muss während der Herstellung der Konstruktionsschichten – Asphaltbauweise implementiert werden, daher ist ein geeigneter Ablegeautomat ebenfalls zu realisieren. Mit Testversuchen, beginnend mit Laborversuchen, soll der Beweis erbracht werden, dass die entwickelte Sensorik die einbaubedingten Beanspruchungen schadfrei übersteht. Ebenso sollen Funktionstests bei verschiedenen klimatischen und mechanischen Beanspruchungen durchgeführt werden.
Durch die kontinuierliche Erfassung der Temperatur (Sensortechnik) im Asphaltpaket kann zum einen ein optimaler Asphalteinbau geschehen und zum anderen Entscheidungshilfen beispielsweise für die Verkehrsbeeinflussung während der Nutzungszeit geben.
Mit der Datengrundlage besteht die Möglichkeit, ein optimale Erhaltungsplanung zu realisieren. Somit entstehen intelligente (Sensortechnik) Straßen mit denen auch intelligent auf die äußeren Einflüsse reagiert werden kann. Anzustreben ist u.a. die kontinuierliche bzw. dauerhafte Ermittlung des Dehnungs- bzw. Bewegungsverhaltens im Asphaltpaket mittels Sensortechnik bei definierter Ablage.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-01-09.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-11-06.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2012-11-06
|
Auftragsbekanntmachung
|
2015-02-26
|
Bekanntmachung über vergebene Aufträge
|