FE 08.0220_2012_ORB Dauerhafte Betondecken – Akustische Optimierung von Betonoberflächen durch Texturierung des Festbetons mittels optimierten Grinding-Verfahren
An Fahrbahndecken werden zunehmend erhöhte Anforderungen an die Lärmminderung bei anforde-rungsgerechter Griffigkeit der Oberfläche gestellt. Betondecken sind bei regelgerechter Ausführung sehr dauerhaft, ihr Potenzial hinsichtlich der Lärmminderung wird zurzeit jedoch noch nicht ausge-schöpft. Unterschiedliche Belastungen aus Verkehr und Witterung führen nicht nur zu differenzierten Anforde-rungen an die Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen, klimatischen und chemischen Belas-tungen, sondern auch zu unterschiedlichen Anforderungen an Geometrie, Ebenheit und Gestalt einer lärmmindernden Fahrbahntextur. Gleichzeitig müssen diese Anforderungen langfristig erfüllt werden. Bislang sind keine Betonoberflächen gezielt herstellbar, deren Lärmminderung über einen DStrO-Wert von -2 dB(A) hinausgeht. Durch eine Optimierung des Texturierungsverfahrens der Fahrbahnoberflä-che sind jedoch aufgrund bisheriger Erkenntnisse auch bei dichten Betonbelägen Lärmminderungen von -5 dB(A) dauerhaft zu erwarten. Als Alternative zur Texturierung des Frischbetons steht die gezielte Texturierung des vollständig er-härteten Festbetons im neuen oder gebrauchten Zustand im Raum. Die Untersuchung existierender Grinding-Oberflächen zeigt, dass dieses Texturierungsverfahren grundsätzlich geeignet ist, eine sehr dauerhafte langlebige Oberflächentexturierung, verbunden mit einer deutlichen Lärmminderung zu erreichen. Allerdings stellt sich diese Textur derzeitig teilweise in Abhängigkeit von verschiedenen Randparametern wie Betonzusammensetzung und Dicke der Mörtel-schicht, Diamantscheibenabstand, Schwingungseigenschaften der Diamantscheiben etc. mehr oder weniger frei ein. Die klassische Grindingoberfläche wird gegenwärtig nur in den Texturtälern definiert erzeugt, während die Steghöhe wie auch die Textur auf den Stegen sich in Abhängigkeit der oben genannten Randbedingungen eigenständig einstellt. Unter Umständen findet, insbesondere bei un-gleichmäßiger Oberfläche, auch unter fahrendem Verkehr ein weiteres Brechen der Stege und damit eine Veränderung der Textur statt. Die Grindingtextur wird daher derzeit nur zum Teil definiert erzeugt, zum Teil ist sie aber auch noch sehr unzulänglich bekannten weiteren Einflüssen unterworfen, die neben der Griffigkeit das endgültige dauerhafte Erscheinungsbild und die akustische Wirkung maß-geblich mitbestimmen. Unter der Zielvorgabe einer lärmtechnisch wie griffigkeitstechnisch optimalen Oberflächentextur muss jedoch das Erscheinungsbild in seiner gesamten Ausprägung definiert erzeugt werden können. Dazu sind verschiedene Untersuchungen erforderlich, die Gegenstand dieses Forschungsprojektes sind. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer lärmtechnisch und griffigkeitstechnisch optimalen Grinding-textur, die definiert erzeugt werden kann. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen sind unter Berücksich-tigung wirtschaftlicher Aspekte ein Herstellungsverfahren sowie dafür geeignete Betonzusammenset-zungen zu entwickeln. Das Verfahren ist anhand von Erprobungsfeldern zu prüfen, die nach der Fer-tigstellung eingehend zu charakterisieren sind.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2012-11-23.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2012-10-02.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2012-10-02
|
Auftragsbekanntmachung
|
2013-07-25
|
Bekanntmachung über vergebene Aufträge
|