FE 08.0237/2015/ARB Informationssystem - Ermittlung und Prognose von Spannungszuständen in Betonfahrbahndecken

Bundesanstalt für Straßenwesen

In 2013 traten im Kontext mit außergewöhnlichen klimatischen Situationen vermehrt Hitzeschäden an Betonfahrbahndecken auf. Primäre Ursache dafür ist die Längsausdehnung des Bauteils „Betondecke“ in Folge intensiver Sonneneinstrahlung und dem damit verbundenen Spannungsaufbau in der Betondecke. Bei Überschreitung der maximal aufnehmbaren Spannung des Deckensystems kann dies zu hitzebedingten Schäden der Fahrbahn in verschiedenartigem Ausmaß führen. Zur Gefahreneinschätzung werden derzeit insbesondere bei hohen Temperaturen vermehrt Streckenkontrollen durchgeführt. Diese sollen in erster Linie dazu beitragen, einen Hitzeschaden frühzeitig zu erkennen und erforderliche Maßnahmen schnellstmöglich einleiten zu können. Bei einigen Streckenabschnitten werden zudem temporäre Geschwindigkeitsbeschränkungen eingerichtet. Die Entscheidungsfindung zur Anordnung zuvor genannter Maßnahmen basiert allerdings auf Erfahrungswerten und der an exponierten Stellen messtechnisch ermittelten Lufttemperatur und deren Prognose. Da diese Vorgehensweise nicht die tatsächlich auftretenden Temperaturverhältnisse in der Betondecke abbildet, können die realen Spannungszustände im Deckensystem nur grob abgeschätzt werden.
In der hier durchzuführenden Forschungsarbeit soll in einem stufenweisen Vorgehen ein Informationssystem zur Ermittlung von Spannungszuständen in Betonfahrbahndecken entwickelt werden. Dieses System soll einerseits ein geeignetes Messsystem zur Erfassung der konkret vorherrschenden Spannungen im Deckensystem beinhalten. Andererseits soll ein Rechenalgorithmus und ein spezielles Software-Tool entwickelt werden. Das Informationssystem soll letztlich als messtechnisch abgesicherte Entscheidungshilfe zur Anordnung von Maßnahmen verwendet werden können. Mithilfe des Informationssystems soll nicht nur der Zeitraum optimiert sondern auch die Notwendigkeit der Einrichtung von Geschwindigkeitsbeschränkungen messtechnisch hinterfragt bzw. bestätigt werden.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2015-05-27. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2015-04-01.

Anbieter

Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2015-04-01 Auftragsbekanntmachung
2016-01-07 Bekanntmachung über vergebene Aufträge
Auftragsbekanntmachung (2015-04-01)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung
Menge oder Umfang: 399 159,66
Gesamtwert des Auftrags: 399 159,66 💰
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union, mit GPA-Beteiligung
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung 📦

Verfahren
Verfahrensart: Offenes Verfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde
Name des öffentlichen Auftraggebers: Bundesanstalt für Straßenwesen
Postanschrift: Brüderstraße 53
Postleitzahl: 51427
Postort: Bergisch Gladbach
Kontakt
E-Mail: forschungsvergabe@bast.de 📧
Telefon: +49 220443378 📞
Fax: +49 220443148 📠

Referenz
Daten
Absendedatum: 2015-04-01 📅
Einreichungsfrist: 2015-05-27 📅
Veröffentlichungsdatum: 2015-04-04 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2015/S 067-119956
ABl. S-Ausgabe: 67

Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
In 2013 traten im Kontext mit außergewöhnlichen klimatischen Situationen vermehrt Hitzeschäden an Betonfahrbahndecken auf. Primäre Ursache dafür ist die Längsausdehnung des Bauteils „Betondecke“ in Folge intensiver Sonneneinstrahlung und dem damit verbundenen Spannungsaufbau in der Betondecke. Bei Überschreitung der maximal aufnehmbaren Spannung des Deckensystems kann dies zu hitzebedingten Schäden der Fahrbahn in verschiedenartigem Ausmaß führen. Zur Gefahreneinschätzung werden derzeit insbesondere bei hohen Temperaturen vermehrt Streckenkontrollen durchgeführt. Diese sollen in erster Linie dazu beitragen, einen Hitzeschaden frühzeitig zu erkennen und erforderliche Maßnahmen schnellstmöglich einleiten zu können. Bei einigen Streckenabschnitten werden zudem temporäre Geschwindigkeitsbeschränkungen eingerichtet. Die Entscheidungsfindung zur Anordnung zuvor genannter Maßnahmen basiert allerdings auf Erfahrungswerten und der an exponierten Stellen messtechnisch ermittelten Lufttemperatur und deren Prognose. Da diese Vorgehensweise nicht die tatsächlich auftretenden Temperaturverhältnisse in der Betondecke abbildet, können die realen Spannungszustände im Deckensystem nur grob abgeschätzt werden.
Mehr anzeigen
In der hier durchzuführenden Forschungsarbeit soll in einem stufenweisen Vorgehen ein Informationssystem zur Ermittlung von Spannungszuständen in Betonfahrbahndecken entwickelt werden. Dieses System soll einerseits ein geeignetes Messsystem zur Erfassung der konkret vorherrschenden Spannungen im Deckensystem beinhalten. Andererseits soll ein Rechenalgorithmus und ein spezielles Software-Tool entwickelt werden. Das Informationssystem soll letztlich als messtechnisch abgesicherte Entscheidungshilfe zur Anordnung von Maßnahmen verwendet werden können. Mithilfe des Informationssystems soll nicht nur der Zeitraum optimiert sondern auch die Notwendigkeit der Einrichtung von Geschwindigkeitsbeschränkungen messtechnisch hinterfragt bzw. bestätigt werden.
Mehr anzeigen
Referenznummer: Z5g- FE 08.0237/2015/ARB
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Bergisch Gladbach.

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung:
- Eigenerklärung gemäß § 6 Abs. 6 VOL/A-EG
- Von Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist zusätzlich die „Garantieerklärung zur Vermeidung unzulässiger Beihilfen und Quersubventionen“
- Individualvertragliche Vereinbarung zum Datenschutz
Für den Fall der Einreichung eines Angebotes als Bietergemeinschaft:
- Eigenerklärung gemäß § 6 Abs. 6 VOL/A-EG ist jeweils von allen beteiligten Partnern ausgefüllt vorzulegen.
- Nachweis der fachlichen Eignung von demjenigen Mitglied der Bietergemeinschaft, das mit der jeweiligen Erbringung der (Teil-) Leistung betraut ist. Es ist das Referenzblatt 1 zu verwenden!
- Erklärung Bewerber-/ Bieter-/ Arbeitsgemeinschaft
- Darlegung der einzelnen Zuständigkeiten im Rahmen der Projektbearbeitung
- Sind an der Bietergemeinschaft Universitäten und/oder außeruniversitäre Forschungseinrichtungen beteiligt, so ist von diesen Partnern die „Garantieerklärung zur Vermeidung unzulässiger Beihilfen und Quersubventionen“ vollständig auszufüllen und dem Angebot beizufügen.
Mehr anzeigen
Für den Fall der Einreichung eines Angebotes mit Unterauftragnehmern:
- Verpflichtungserklärung Leistung anderer Unternehmen gemäß § 7 Abs. 9 VOL/A-EG
- Nachweis der fachlichen Eignung von demjenigen Unterauftragnehmer, der mit der jeweiligen Erbringung der (Teil-) Leistung betraut ist. Es ist das Referenzblatt 1 zu verwenden!
- Der Auftragnehmer hat sicherzustellen, dass die vorgesehenen Unterauftragnehmer die Anforderungen an die Gesetzestreue (sinngemäße Erklärung nach § 6 Abs. 6 VOL/A-EG) erfüllen. Bei Vergabe eines Unterauftrags an Universitäten und/oder außeruniversitäre Forschungseinrichtungen erstreckt sich die Regelung auch auf die Abgabe der Garantieerklärung zur Vermeidung unzulässiger Beihilfen und Quersubventionen“.
Mehr anzeigen
Mindeststandards:
— Eine aktuelle Bankerklärung (nicht älter als drei Monate nach Ausstellungsdatum).
Körperschaften des öffentlichen Rechts können die finanzielle Leistungsfähigkeit durch eine Eigenerklärung nachweisen.
und
— ein aktueller Nachweis über eine bestehende Betriebshaftpflichtversicherung für Personen-, Vermögens- und Sachschäden, die über die Gesamtlaufzeit des Forschungsvorhabens Gültigkeit besitzt oder eine Eigenerklärung, in der der Bieter bestätigt, dass er sich im Fall der Zuschlagserteilung dazu verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung im o. g. Sinne abzuschließen und den entsprechenden Nachweis vorzulegen.
Mehr anzeigen
Körperschaften des öffentlichen Rechts können den Rechtsstatus durch eine Eigenerklärung nachweisen.
Hierbei handelt es sich um Mindeststandards!
Langjährige Erfahrung im Forschungsbereich Betonstraßenbau, Nachweis durch Eigenerklärung über Arbeiten in diesem Bereich
Kenntnisse und Erfahrungen in der Entwicklung von Prüfabläufen und/oder Messgeräten für den Straßenbau, Nachweis durch mindestens 1 abgeschlossenes Referenzprojekt aus den letzten 3 Jahren (s. Referenzblatt 1)
Erfahrung im Erstellen wissenschaftlicher Berichte und Dokumentationen von komplexen Sachverhalten, Nachweis durch mindestens 2 Veröffentlichungen (Artikel in Fachzeitschriften, FE-Berichte) zu unterschiedlichen Projekten aus den letzten 5 Jahren, ein Belegexemplar oder eine genaue Quellenangabe sind als Anlage beizufügen (s. Referenzblatt 2)
Mehr anzeigen
Abgeschlossene Projekte im Forschungsbereich Betonstraßenbau und/oder Messtechnik/Informatik, Nachweis durch Mindestens 3 laufende oder abgeschlossene Referenzprojekte aus den letzten 5 Jahren (s. Referenzblatt 3)
Spezielle fachübergreifende ingenieurtechnische und mathematische Kenntnisse, Nachweis durch Eigenerklärung über Arbeiten in diesem Bereich
Fachkenntnisse aus den Bereichen Messtechnik und der Programmierung/Informatik, Nachweis durch Eigenerklärung über Arbeiten in diesem Bereich
Ausreichende personelle Kapazität und technische Ausstattung für die zeitgerechte Durchführung der zu vergebenden Leistung, Nachweis durch Eigenerklärung und namentliche Nennung des Projektleiters und der Hauptbearbeiter
Qualifikation des Projektverantwortlichen, Nachweis durch Eigenerklärung
Qualifikation des Projektteams, Nachweis durch Eigenerklärung
Auftragsausführung
Geforderte Kautionen und Garantien: Keine.
Wichtigste Finanzierungsbedingungen und Zahlungsmodalitäten und/oder Verweis auf die einschlägigen Bestimmungen, die sie regeln: Keine.
Rechtsform der Gruppe von Wirtschaftsteilnehmern, an die der Auftrag vergeben werden soll: -siehe Vergabeunterlagen-.
Namen und berufliche Qualifikationen des Personals

Verfahren
Gültigkeitsdauer des Angebots: 2015-12-31 📅
Sprachen
Sprache: Deutsch 🗣️

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Kontaktperson: Referat Z5
Frau Glenz

Referenz
Kennungen
Vom öffentlichen Auftraggeber vergebene Referenznummer: Z5g- FE 08.0237/2015/ARB

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Bundeskartellamt -Vergabekammer des Bundes-
Postanschrift: Villemombler Straße 76
Postort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland 🇩🇪
Telefon: +49 22894990 📞
Fax: +49 2289499400 📠
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
Bis 15 Tage nach Eingang der Mitteilung der Vergabestelle (gem. § 107 Abs. 3 Nr. 4 GWB).
Quelle: OJS 2015/S 067-119956 (2015-04-01)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2016-01-07)
Objekt
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Bekanntmachung über vergebene Aufträge

Verfahren
Angebotsart: Entfällt

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Telefon: +49 220443-378 📞
Fax: +49 220443-148 📠

Referenz
Daten
Absendedatum: 2016-01-07 📅
Veröffentlichungsdatum: 2016-01-08 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2016/S 005-005716
Verweist auf Bekanntmachung: 2015/S 067-119956
ABl. S-Ausgabe: 5

Verfahren
Vergabekriterien
Kriterium: 1. Problemverständnis (15)
2. Projektkonzeption (25)
3. Projektorgenisation (15)
4. Leistungsumfang (25)
5. Zweckmäßigkeit (20)

Auftragsvergabe
Name: Villaret Ingenieurgesellschaft mbH
Postanschrift: Am Lärchengrund 8
Postort: Hoppegarten
Postleitzahl: 15366
Land: Deutschland 🇩🇪
Informationen über Ausschreibungen
Anzahl der eingegangenen Angebote: 3

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Telefon: +49 2289499-0 📞
Fax: +49 2289499-400 📠
Quelle: OJS 2016/S 005-005716 (2016-01-07)