Lückenlos verschweißte Gleise auf Eisenbahnbrücken tragen einen Teil der Schienenlängskräfte über die Brückenwiderlager hinaus in die angrenzenden Bahndämme ab. Dabei entstehen an Brückenendfugen und an verschieblichen Lagern hohe Schienenspannungen, die vorgeschriebene Grenzwerte nicht überschreiten dürfen; andernfalls kann es zu Schienenbrüchen, Gleisverwerfungen und Lagerschäden kommen. Aus diesem Grund müssen das gemeinsame Tragverhalten von Gleisen und Brücke berechnet und der Nachweis ausreichender Tragsicherheit erbracht werden. Die aktuell gültige Norm DIN EN 1991-2 und das Regelwerk Ril 804.3401 berücksichtigen jedoch nur die Standard-Oberbauform mit Schotterfahrbahn, Betonschwellen B 70, Schienenprofil 60E2 und geradem Gleis. Davon abweichende, jedoch häufig auftretende Oberbauformen, teilweise mit Gleiskrümmungsradien kleiner 1500 m, werden bislang von den Regelwerken nicht abgedeckt und erfordern eine aufwendige Einzelfalluntersuchung. Ziel des Vorhabens ist deswegen die Gewinnung möglichst repräsentativer Messdaten anhand umfangreicher Versuche, welche das gemeinsame Tragverhalten von Oberbau und Brücken unter verschiedenen Einwirkungen und häufig auftretenden Randbedingungen beschreiben, die vom aktuell gültigen Regelwerk abweichen. Es sollen verschiedene Oberbauformen getestet werden, um wichtige vorhandene Regelungslücken zu beseitigen. Schließlich soll ein praxistauglicher Berechnungsleitfaden für das EBA und für Berechnungs- sowie Prüfingenieure ausgearbeitet werden.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2024-11-20.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2024-09-11.
Auftragsbekanntmachung (2024-09-11) Objekt Umfang der Beschaffung
Titel: Forschungsprojekt - DZSF - Track-Bridge-Interaction (TraBI)
Referenznummer: 111vb/018-0099#012
Kurze Beschreibung:
Lückenlos verschweißte Gleise auf Eisenbahnbrücken tragen einen Teil der Schienenlängskräfte über die Brückenwiderlager hinaus in die angrenzenden Bahndämme ab. Dabei entstehen an Brückenendfugen und an verschieblichen Lagern hohe Schienenspannungen, die vorgeschriebene Grenzwerte nicht überschreiten dürfen; andernfalls kann es zu Schienenbrüchen, Gleisverwerfungen und Lagerschäden kommen. Aus diesem Grund müssen das gemeinsame Tragverhalten von Gleisen und Brücke berechnet und der Nachweis ausreichender Tragsicherheit erbracht werden. Die aktuell gültige Norm DIN EN 1991-2 und das Regelwerk Ril 804.3401 berücksichtigen jedoch nur die Standard-Oberbauform mit Schotterfahrbahn, Betonschwellen B 70, Schienenprofil 60E2 und geradem Gleis. Davon abweichende, jedoch häufig auftretende Oberbauformen, teilweise mit Gleiskrümmungsradien kleiner 1500 m, werden bislang von den Regelwerken nicht abgedeckt und erfordern eine aufwendige Einzelfalluntersuchung. Ziel des Vorhabens ist deswegen die Gewinnung möglichst repräsentativer Messdaten anhand umfangreicher Versuche, welche das gemeinsame Tragverhalten von Oberbau und Brücken unter verschiedenen Einwirkungen und häufig auftretenden Randbedingungen beschreiben, die vom aktuell gültigen Regelwerk abweichen. Es sollen verschiedene Oberbauformen getestet werden, um wichtige vorhandene Regelungslücken zu beseitigen. Schließlich soll ein praxistauglicher Berechnungsleitfaden für das EBA und für Berechnungs- sowie Prüfingenieure ausgearbeitet werden.
Lückenlos verschweißte Gleise auf Eisenbahnbrücken tragen einen Teil der Schienenlängskräfte über die Brückenwiderlager hinaus in die angrenzenden Bahndämme ab. Dabei entstehen an Brückenendfugen und an verschieblichen Lagern hohe Schienenspannungen, die vorgeschriebene Grenzwerte nicht überschreiten dürfen; andernfalls kann es zu Schienenbrüchen, Gleisverwerfungen und Lagerschäden kommen. Aus diesem Grund müssen das gemeinsame Tragverhalten von Gleisen und Brücke berechnet und der Nachweis ausreichender Tragsicherheit erbracht werden. Die aktuell gültige Norm DIN EN 1991-2 und das Regelwerk Ril 804.3401 berücksichtigen jedoch nur die Standard-Oberbauform mit Schotterfahrbahn, Betonschwellen B 70, Schienenprofil 60E2 und geradem Gleis. Davon abweichende, jedoch häufig auftretende Oberbauformen, teilweise mit Gleiskrümmungsradien kleiner 1500 m, werden bislang von den Regelwerken nicht abgedeckt und erfordern eine aufwendige Einzelfalluntersuchung. Ziel des Vorhabens ist deswegen die Gewinnung möglichst repräsentativer Messdaten anhand umfangreicher Versuche, welche das gemeinsame Tragverhalten von Oberbau und Brücken unter verschiedenen Einwirkungen und häufig auftretenden Randbedingungen beschreiben, die vom aktuell gültigen Regelwerk abweichen. Es sollen verschiedene Oberbauformen getestet werden, um wichtige vorhandene Regelungslücken zu beseitigen. Schließlich soll ein praxistauglicher Berechnungsleitfaden für das EBA und für Berechnungs- sowie Prüfingenieure ausgearbeitet werden.
Produkte/Dienstleistungen: Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung📦
Geschätzter Wert ohne MwSt: 6000668.59 EUR 💰
Beschreibung
Interne Kennung: Siehe Angeben unter Punkt 2 "Verfahren"
Titel: Siehe Angeben unter Punkt 2 "Verfahren"
Beschreibung der Beschaffung: Siehe Angeben unter Punkt 2 "Verfahren"
Art des Vertrags: Dienstleistungen
Zusätzliche Produkte/Dienstleistungen:
Ziel der strategischen Auftragsvergabe: Verringerung der Auswirkungen auf die Umwelt
Konzept zur Verringerung der Umweltauswirkungen: Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
Postanschrift: Heinemannstraße 6
Postleitzahl: 53175
Stadt: Bonn
Land: Deutschland 🇩🇪
Ort der Leistung: Bonn, Kreisfreie Stadt
🏙️
Dauer: 36 Monate Vergabekriterien
Qualitätskriterium (Bezeichnung): Gewichtung der Qualität: 70%
Preis ✅ Titel
Los-Identifikationsnummer: LOT-0001
Verfahren Art des Verfahrens
Offenes Verfahren ✅
Rechtsgrundlage: Richtlinie 2014/24/EU
Administrative Informationen
Frist für den Eingang von Angeboten oder Teilnahmeanträgen: 2024-11-20 12:00:00 📅
Bedingungen für die Öffnung der Angebote: 2024-11-21 08:00:00 📅
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch 🗣️ Bedingungen für die Einreichung eines Angebots
Die Bieter können mehrere Angebote einreichen
Eröffnungstermin: 2024-11-21 08:00:00 📅
Elektronische Rechnungsstellung: Erforderlich
Die elektronische Bestellung wird verwendet ✅
Elektronische Zahlung wird verwendet ✅
Frist für die Anforderung zusätzlicher Informationen: 2024-11-06 12:00:00 📅
Zusätzliche Informationen:
Die Angebotsunterlagen sind fristgerecht vollständig einzureichen. Sollten weitere Angaben vom Auftraggeber gewünscht sein, so kann dieser selbige nachfordern, bzw. dem Bieter ermöglichen, im Zuge von Angebotsaufklärungen Korrekturen an den abgegebenen Unterlagen vorzunehmen. Im Weiteren gelten die Bestimmungen des § 56 VgV.
Die Angebotsunterlagen sind fristgerecht vollständig einzureichen. Sollten weitere Angaben vom Auftraggeber gewünscht sein, so kann dieser selbige nachfordern, bzw. dem Bieter ermöglichen, im Zuge von Angebotsaufklärungen Korrekturen an den abgegebenen Unterlagen vorzunehmen. Im Weiteren gelten die Bestimmungen des § 56 VgV.
Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen Bedingungen für die Teilnahme
Liste und kurze Beschreibung der Bedingungen:
Die Eignungskriterien für die Teilnahme an dieser öffentlichen Ausschreibung lauten: Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (vgl. Unterpunkt 3.2. der Bieterinformation), wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (Unterpunkt 3.3.); sowie Nichtvorliegen von Ausschlussgründen ( Unterpunkt 3.4.). Bei Bietergemeinschaften ist kurz darzustellen, wie die Partner zu einer Teilleistung beitragen und die Eignung im gesamten Projekt sichergestellt wird. Eignungskriterien werden nicht gewichtet. Die Prüfung erfolgt aufgrund der eingereichten Eigenerklärung zur Eignung (Anlage 3) und der Referenzliste (Anlage 2). Nachweise werden nur vom späteren Auftragnehmer abgefordert.
Die Eignungskriterien für die Teilnahme an dieser öffentlichen Ausschreibung lauten: Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (vgl. Unterpunkt 3.2. der Bieterinformation), wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (Unterpunkt 3.3.); sowie Nichtvorliegen von Ausschlussgründen ( Unterpunkt 3.4.). Bei Bietergemeinschaften ist kurz darzustellen, wie die Partner zu einer Teilleistung beitragen und die Eignung im gesamten Projekt sichergestellt wird. Eignungskriterien werden nicht gewichtet. Die Prüfung erfolgt aufgrund der eingereichten Eigenerklärung zur Eignung (Anlage 3) und der Referenzliste (Anlage 2). Nachweise werden nur vom späteren Auftragnehmer abgefordert.
Technische und berufliche Fähigkeiten
Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien:
In Bezug auf die technische und berufliche Leistungsfähigkeit müssen folgende Anforderungen vom Bieter erfüllt werden:
Wissenschaftliche Kompetenz und aktuelle, einschlägige Kenntnisse zu folgenden Eignungskriterien:
1. Praktische Erfahrung in der Modellierung, Berechnung und Nachweisführung im GZT (Grenzzustand der Tragfähigkeit und Ermüdung) sowie im GZG (Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit) von Eisenbahnbrücken; mindestens eine Veröffentlichung in der nationalen Fachpresse in den letzten 5 Jahren;
2. Praktische Erfahrung in der Modellierung, Berechnung sowie Nachweisführung der Gleis-Tragwerk-Interaktion;
3. Praktische Erfahrung im Monitoring von Eisenbahnbrücken und des Oberbaus;
4. Sensor-, Messtechnik und problemorientierter Datenanalyse (u. a. statistische Auswertung);
5. Praktische Erfahrung in der Projektleitung von Gleisbauarbeiten;
6. Konzeption, Durchführung und Auswertung von wissenschaftlichen Untersuchungen;
7. Erstellung von wissenschaftlichen Berichten.
Die technische und berufliche Leistungsfähigkeit wird anhand einer vom Bieter zusammengestellten Referenzliste für die oben geforderten Kompetenzen überprüft. Daher ist ein aussagekräftiger Nachweis über einschlägige Qualifikationen und Kompetenzen – z. B. durch vergleichbare Projekte, Veröffentlichungen und Mitarbeit in Normungsausschüssen (min. 1, max. 5; eine aussagekräftige, möglichst aktuelle, open-source-Quelle zu Eisenbahnbrücken) – beizufügen.
Zu jeder Referenz sind folgende Angaben unter Verwendung des Vordrucks der Anlage 2 (Referenzliste) zu machen:
• Auftraggeber, inkl. Kontaktdaten;
• Inhaltlich aussagekräftige Kurzbeschreibung des Projektes. Der Bieter hat den Bezug zur ausgeschriebenen Leistung nachvollziehbar zu belegen;
• Zuordnung zum geforderten Eignungskriterium;
• Leistungszeitraum.
Es ist darüber hinaus nachzuweisen, dass die mit der Durchführung der einzelnen Teilleistungen beauftragten Personen die hierfür notwendigen Kompetenzen und Kenntnisse haben, z. B. durch Abschlusszeugnisse, Qualifikationsnachweise, Referenzprojekte.
Die Bildung einer Bietergemeinschaft zur besseren Abdeckung der geforderten technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit ist möglich. Die Aufgabenverteilung und die Zuständigkeiten für jede Teilleistung müssen dargelegt werden und es muss die Benennung eines Projektverantwortlichen erfolgen.
In Bezug auf die technische und berufliche Leistungsfähigkeit müssen folgende Anforderungen vom Bieter erfüllt werden:
Wissenschaftliche Kompetenz und aktuelle, einschlägige Kenntnisse zu folgenden Eignungskriterien:
1. Praktische Erfahrung in der Modellierung, Berechnung und Nachweisführung im GZT (Grenzzustand der Tragfähigkeit und Ermüdung) sowie im GZG (Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit) von Eisenbahnbrücken; mindestens eine Veröffentlichung in der nationalen Fachpresse in den letzten 5 Jahren;
2. Praktische Erfahrung in der Modellierung, Berechnung sowie Nachweisführung der Gleis-Tragwerk-Interaktion;
3. Praktische Erfahrung im Monitoring von Eisenbahnbrücken und des Oberbaus;
4. Sensor-, Messtechnik und problemorientierter Datenanalyse (u. a. statistische Auswertung);
5. Praktische Erfahrung in der Projektleitung von Gleisbauarbeiten;
6. Konzeption, Durchführung und Auswertung von wissenschaftlichen Untersuchungen;
7. Erstellung von wissenschaftlichen Berichten.
Die technische und berufliche Leistungsfähigkeit wird anhand einer vom Bieter zusammengestellten Referenzliste für die oben geforderten Kompetenzen überprüft. Daher ist ein aussagekräftiger Nachweis über einschlägige Qualifikationen und Kompetenzen – z. B. durch vergleichbare Projekte, Veröffentlichungen und Mitarbeit in Normungsausschüssen (min. 1, max. 5; eine aussagekräftige, möglichst aktuelle, open-source-Quelle zu Eisenbahnbrücken) – beizufügen.
Zu jeder Referenz sind folgende Angaben unter Verwendung des Vordrucks der Anlage 2 (Referenzliste) zu machen:
• Auftraggeber, inkl. Kontaktdaten;
• Inhaltlich aussagekräftige Kurzbeschreibung des Projektes. Der Bieter hat den Bezug zur ausgeschriebenen Leistung nachvollziehbar zu belegen;
• Zuordnung zum geforderten Eignungskriterium;
• Leistungszeitraum.
Es ist darüber hinaus nachzuweisen, dass die mit der Durchführung der einzelnen Teilleistungen beauftragten Personen die hierfür notwendigen Kompetenzen und Kenntnisse haben, z. B. durch Abschlusszeugnisse, Qualifikationsnachweise, Referenzprojekte.
Die Bildung einer Bietergemeinschaft zur besseren Abdeckung der geforderten technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit ist möglich. Die Aufgabenverteilung und die Zuständigkeiten für jede Teilleistung müssen dargelegt werden und es muss die Benennung eines Projektverantwortlichen erfolgen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Der Nachweis erfolgt mittels Eigenerklärung des Bieters (Anlage 3).
Bedingungen für die Teilnahme
Ausschlussgrund: Schwere Verfehlung im Rahmen der beruflichen Tätigkeit
Beschreibung der Ausschlussgründe: Sinngemäß in Anwendung von § 123 / 124 GWB