Wer in Deutschland und Europa eine Reise im Umweltverbund (Bahn, ÖPNV, Sharing) plant, benötigt dafür meist nur noch einen zentralen Reiseinformationsdienst. Die u.a. von den Verkehrsbetreibern öffentlich bereitgestellten Informationen über Fahrpläne, Haltestellen, Verspätungen usw. werden dort nutzerfreundlich aufbereitet. Der Ticketvertrieb ist noch nicht auf diesem Level. Gerade bei grenzüberschreitenden Verbindungen können Fahrkarten und Reservierungen oft nur über die Vertriebskanäle der jeweiligen Unternehmen gekauft bzw. gebucht werden. Durchgangstickets oder auch nur Tickets in verschiedenen Tarifgebieten lassen sich selten an einer zentralen Stelle buchen. Das Deutschland-Ticket erleichtert das Reisen zwar erheblich. Für Gelegenheits- und für internationale Reisen besteht das Problem aber weiterhin. Diese Fragmentierung macht den Umweltverbund unattraktiv. Gleichzeitig scheint die Lösung auf der Hand zu liegen: Der Ticketvertrieb sollte derart vernetzt gestaltet sein, dass alle für die Reise notwendigen Fahrkarten und Reservierungen an einer Stelle erworben werden können. Dieses Thema ist keineswegs neu; entsprechend lang ist die Liste der gescheiterten, laufenden und anvisierten Vernetzungsprojekte. Technisch ist diese Vernetzung anspruchsvoll, prinzipiell aber machbar. Was fehlt, sind die wirtschaftlichen Anreize und rechtlichen Rahmenbedingungen, um die Vernetzung tatsächlich umzusetzen. Das DZSF hat 2023 ein Projekt zu den technischen und wirtschaftlichen Fragestellungen eines vernetzten Ticketvertriebs ausgeschrieben. Nur das Los B zur Marktuntersuchung und nationalen Umsetzungskonzepten konnte vergeben werden. Ein Teil dieser Untersuchung beschäftigt sich mit dem Kosten des Ticketvertriebs, speziell mit den Mehraufwänden, die durch die Vernetzung (zunächst) entstünden. Das nicht vergebene Los A sollte hierfür die technischen Grundlagen zuliefern.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2024-11-12.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2024-09-09.
Auftragsbekanntmachung (2024-09-09) Objekt Umfang der Beschaffung
Titel: Forschungsprojekt - DZSF - Vernetzter Ticketvertrieb – technische Grundlagen für strategische Handlungsoptionen - Neuausschreibung Los A (Technik)
Referenznummer: 111vb/018-0099#020
Kurze Beschreibung:
“Wer in Deutschland und Europa eine Reise im Umweltverbund (Bahn, ÖPNV, Sharing) plant, benötigt dafür meist nur noch einen zentralen...”
Kurze Beschreibung
Wer in Deutschland und Europa eine Reise im Umweltverbund (Bahn, ÖPNV, Sharing) plant, benötigt dafür meist nur noch einen zentralen Reiseinformationsdienst. Die u.a. von den Verkehrsbetreibern öffentlich bereitgestellten Informationen über Fahrpläne, Haltestellen, Verspätungen usw. werden dort nutzerfreundlich aufbereitet. Der Ticketvertrieb ist noch nicht auf diesem Level. Gerade bei grenzüberschreitenden Verbindungen können Fahrkarten und Reservierungen oft nur über die Vertriebskanäle der jeweiligen Unternehmen gekauft bzw. gebucht werden. Durchgangstickets oder auch nur Tickets in verschiedenen Tarifgebieten lassen sich selten an einer zentralen Stelle buchen. Das Deutschland-Ticket erleichtert das Reisen zwar erheblich. Für Gelegenheits- und für internationale Reisen besteht das Problem aber weiterhin.
Diese Fragmentierung macht den Umweltverbund unattraktiv. Gleichzeitig scheint die Lösung auf der Hand zu liegen: Der Ticketvertrieb sollte derart vernetzt gestaltet sein, dass alle für die Reise notwendigen Fahrkarten und Reservierungen an einer Stelle erworben werden können. Dieses Thema ist keineswegs neu; entsprechend lang ist die Liste der gescheiterten, laufenden und anvisierten Vernetzungsprojekte. Technisch ist diese Vernetzung anspruchsvoll, prinzipiell aber machbar. Was fehlt, sind die wirtschaftlichen Anreize und rechtlichen Rahmenbedingungen, um die Vernetzung tatsächlich umzusetzen.
Das DZSF hat 2023 ein Projekt zu den technischen und wirtschaftlichen Fragestellungen eines vernetzten Ticketvertriebs ausgeschrieben. Nur das Los B zur Marktuntersuchung und nationalen Umsetzungskonzepten konnte vergeben werden. Ein Teil dieser Untersuchung beschäftigt sich mit dem Kosten des Ticketvertriebs, speziell mit den Mehraufwänden, die durch die Vernetzung (zunächst) entstünden. Das nicht vergebene Los A sollte hierfür die technischen Grundlagen zuliefern.
Verfahren Art des Verfahrens
Offenes Verfahren ✅ Administrative Informationen
Frist für den Eingang von Angeboten oder Teilnahmeanträgen: 2024-11-12 12:00:00 📅
Bedingungen für die Öffnung der Angebote: 2024-11-13 08:00:00 📅
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch 🗣️
Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen Bedingungen für die Teilnahme
Liste und kurze Beschreibung der Bedingungen:
“Die Eignungskriterien für die Teilnahme an dieser öffentlichen Ausschreibung lauten: Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (Unterpunkt 3.2. der...”
Liste und kurze Beschreibung der Bedingungen
Die Eignungskriterien für die Teilnahme an dieser öffentlichen Ausschreibung lauten: Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (Unterpunkt 3.2. der Bieterinformation), wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (Unterpunkt 3.3.); sowie Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (Unterpunkt 3.4.). Bei Bietergemeinschaften ist kurz darzustellen, wie die Partner zu einer Teilleistung beitragen und die Eignung im gesamten Projekt sichergestellt wird.
Eignungskriterien werden nicht gewichtet. Die Prüfung erfolgt aufgrund der eingereichten Eigenerklärung zur Eignung (Anlage 3) und der Referenzliste (Anlage 2). Nachweise werden nur vom späteren Auftragnehmer abgefordert.
Mehr anzeigen Technische und berufliche Fähigkeiten
Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien:
“In Bezug auf die technische und berufliche Leistungsfähigkeit müssen folgende Anforderungen vom Bieter erfüllt werden:
Wissenschaftliche Kompetenz und...”
Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien
In Bezug auf die technische und berufliche Leistungsfähigkeit müssen folgende Anforderungen vom Bieter erfüllt werden:
Wissenschaftliche Kompetenz und aktuelle, einschlägige Kenntnisse zu folgenden Eignungskriterien:
• Fahrgastinformations- und Ticketvertriebssystemen
• Softwarearchitektur, -entwurf und -entwicklung
• Konzeption, Durchführung und Auswertung von wissenschaftlichen Untersuchungen
• Erstellung von wissenschaftlichen Berichten
Die technische und berufliche Leistungsfähigkeit wird anhand einer vom Bieter zusammengestellten Referenzliste für die oben geforderten Kompetenzen überprüft. Daher ist ein aussagekräftiger Nachweis über einschlägige Qualifikationen und Kompetenzen - z.B. durch vergleichbare Projekte, Veröffentlichungen und Mitarbeit in Normungsausschüssen (je 1-3 aktuelle aussagekräftige und verfügbare Quellen) – beizufügen.
Zu jeder Referenz sind folgende Angaben unter Verwendung des Vordrucks der Anlage 1 (Referenzliste) zu machen:
• Auftraggeber, inkl. Kontaktdaten;
• Inhaltlich aussagekräftige Kurzbeschreibung des Projektes. Der Bieter hat den Bezug zur ausgeschriebenen Leistung nachvollziehbar zu belegen;
• Zuordnung zum geforderten Eignungskriterium;
• Leistungszeitraum.
Es ist darüber hinaus nachzuweisen, dass die mit der Durchführung der einzelnen Teilleistungen beauftragten Personen die hierfür notwendigen Kompetenzen und Kenntnisse haben, durch z.B. Abschlusszeugnisse, Qualifikationsnachweise, Referenzprojekte.
Die Bildung einer Bietergemeinschaft zur besseren Abdeckung der geforderten technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit ist möglich. Die Aufgabenverteilung und die Zuständigkeiten für jede Teilleistung müssen dargelegt werden und es muss die Benennung eines Projektverantwortlichen erfolgen.
Mehr anzeigen Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien:
“Der Nachweis erfolgt mittels Eigenerklärung des Bieters (Anlage 3).”
Ergänzende Informationen Körper überprüfen
Name: Vergabekammer des Bundes
Nationale Registrierungsnummer: 00000
Postanschrift: Kaiser-Friedrich-Str. 16
Postleitzahl: 53113
Postort: Bonn
Region: Bonn, Kreisfreie Stadt🏙️
Land: Deutschland 🇩🇪
E-Mail: info@bundeskartellamt.bund.de📧
Telefon: 0228 9499-0📞 Informationen über elektronische Arbeitsabläufe
Die elektronische Rechnungsstellung wird akzeptiert
Die elektronische Bestellung wird verwendet
Elektronische Zahlung wird verwendet
Quelle: OJS 2024/S 176-543144 (2024-09-09)