Im Auftrag des DZSF wurde in den Jahren 2019-2023 von einem internationalen Konsortium ein neues dynamisches Lastmodell für Eisenbahnbrücken (DLM), jeweils für Personen- (DLM-PT) und für Güterzüge (DLM-FT), entwickelt. Beide Lastmodelle bestehen aus jeweils 20 Lastmodellzügen. Die Entwicklung wurde anhand der dynamischen Zugsignaturen und anhand umfangreicher Finite-Elemente-Berechnungen vorgenommen. Grundlage dafür war eine umfassende Datenbank gegenwärtiger und zukünftiger Zugkonfigurationen in Europa. Ein häufiges Problem in der Praxis der Entwicklung neuer Schienenfahrzeuge besteht jedoch immer noch darin, dass die Grenzwerte von Eisenbahnbahnbrücken, für welche sie bemessen und konstruiert wurden, von Schienenfahrzeugherstellern nicht ausreichend berücksichtigt werden. Dieser Umstand führt gelegentlich dazu, dass neue Schienenfahrzeuge zugelassen oder Zugkonfigurationen gebildet werden, die in bestimmten Brücken jedoch zu hohen und unzulässigen dynamischen Resonanzen führen können. Die DB InfraGO führt deshalb eigene und komplexe Brückenkompatibilitätsprüfungen durch, um zu ermitteln, ob und unter welchen Bedingungen ein bereits zugelassenes Schienenfahrzeug auf einer bestimmten Strecke der DB InfraGO fahren darf. Es besteht folglich ein großer Bedarf nach einfachen Methoden zur Prüfung, ob die von einem beliebigen Schienenfahrzeugmodell verursachten Verkehrslasten vom dynamischen Lastmodell DLM-PT/FT abgedeckt werden oder nicht. In der Praxis der Berechnung von Eisenbahnbrücken hat sich zudem gezeigt, dass eine instationäre Bauwerksberechnung und Auswertung mit dynamischen Lastmodellen sehr aufwendig und zeitintensiv ist. Weil das neu entwickelte dynamische Lastmodell DLM-PT/FT umfangreicher als das alte HSLM ist, ist mit einer deutlichen Erhöhung des Berechnungsaufwands und der Berechnungszeit zu rechnen. Da es jedoch Eisenbahnbrücken gibt, die nur mit Personenzugverkehr oder nur mit maximal 120 km/h, 160 km/h oder 200 km/h befahren werden, kann bzw. sollte die Anwendung des DLM-PT/FT potenziell vereinfacht werden. Die Entwicklung eines abgestuften Berechnungsschemas der verschiedenen Lastmodelle könnte für die Praxis sehr hilfreich sein und soll mit diesem Projekt erreicht werden. Das neu entwickelte DLM-PT/FT wurde außerdem für Eisenbahnbahndeckbrücken ab einer Länge von 5,0 m konzipiert. Das deutsche Eisenbahnnetz verfügt jedoch über eine nennenswerte Anzahl kürzerer Brücken, bei denen eine resonante Anregung bei Zugüberfahrt möglich ist. Ob das DLM-PT/FT auch für diese Brücken anwendbar ist oder angepasst werden muss, soll im Rahmen einer Untersuchung in diesem Forschungsprojekt ermittelt werden. Die Erfahrungspraxis zeigt auch, dass manche Bestandsbrücken nach dem (aktuell gültigen) HSLM rechnerisch nicht nachgewiesen werden können. Der Nachweis der zulässigen vertikalen Beschleunigung und andere Nachweise können vermutlich bei einer Anwendung des neuen DLM-PT/FT von einer größeren Anzahl von Eisenbahnbrücken nicht erbracht werden. Es muss deshalb untersucht und verglichen werden, welche Auswirkungen die zwei dynamischen Lastmodelle HSLM nach DIN EN 1991-2 und DLM-PT/FT auf Neubau- und Bestandbrücken in Deutschland haben könnten.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2024-11-12.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2024-09-11.
Auftragsbekanntmachung (2024-09-11) Objekt Umfang der Beschaffung
Titel: Forschungsprojekt - DZSF - Weiterentwicklung des dynamischen Lastmodells DLM-PT/FT für Eisenbahnbrücken
Referenznummer: 111vb/018-0099#019
Kurze Beschreibung:
“Im Auftrag des DZSF wurde in den Jahren 2019-2023 von einem internationalen Konsortium ein neues dynamisches Lastmodell für Eisenbahnbrücken (DLM), jeweils...”
Kurze Beschreibung
Im Auftrag des DZSF wurde in den Jahren 2019-2023 von einem internationalen Konsortium ein neues dynamisches Lastmodell für Eisenbahnbrücken (DLM), jeweils für Personen- (DLM-PT) und für Güterzüge (DLM-FT), entwickelt. Beide Lastmodelle bestehen aus jeweils 20 Lastmodellzügen. Die Entwicklung wurde anhand der dynamischen Zugsignaturen und anhand umfangreicher Finite-Elemente-Berechnungen vorgenommen. Grundlage dafür war eine umfassende Datenbank gegenwärtiger und zukünftiger Zugkonfigurationen in Europa. Ein häufiges Problem in der Praxis der Entwicklung neuer Schienenfahrzeuge besteht jedoch immer noch darin, dass die Grenzwerte von Eisenbahnbahnbrücken, für welche sie bemessen und konstruiert wurden, von Schienenfahrzeugherstellern nicht ausreichend berücksichtigt werden. Dieser Umstand führt gelegentlich dazu, dass neue Schienenfahrzeuge zugelassen oder Zugkonfigurationen gebildet werden, die in bestimmten Brücken jedoch zu hohen und unzulässigen dynamischen Resonanzen führen können. Die DB InfraGO führt deshalb eigene und komplexe Brückenkompatibilitätsprüfungen durch, um zu ermitteln, ob und unter welchen Bedingungen ein bereits zugelassenes Schienenfahrzeug auf einer bestimmten Strecke der DB InfraGO fahren darf. Es besteht folglich ein großer Bedarf nach einfachen Methoden zur Prüfung, ob die von einem beliebigen Schienenfahrzeugmodell verursachten Verkehrslasten vom dynamischen Lastmodell DLM-PT/FT abgedeckt werden oder nicht. In der Praxis der Berechnung von Eisenbahnbrücken hat sich zudem gezeigt, dass eine instationäre Bauwerksberechnung und Auswertung mit dynamischen Lastmodellen sehr aufwendig und zeitintensiv ist. Weil das neu entwickelte dynamische Lastmodell DLM-PT/FT umfangreicher als das alte HSLM ist, ist mit einer deutlichen Erhöhung des Berechnungsaufwands und der Berechnungszeit zu rechnen. Da es jedoch Eisenbahnbrücken gibt, die nur mit Personenzugverkehr oder nur mit maximal 120 km/h, 160 km/h oder 200 km/h befahren werden, kann bzw. sollte die Anwendung des DLM-PT/FT potenziell vereinfacht werden. Die Entwicklung eines abgestuften Berechnungsschemas der verschiedenen Lastmodelle könnte für die Praxis sehr hilfreich sein und soll mit diesem Projekt erreicht werden. Das neu entwickelte DLM-PT/FT wurde außerdem für Eisenbahnbahndeckbrücken ab einer Länge von 5,0 m konzipiert. Das deutsche Eisenbahnnetz verfügt jedoch über eine nennenswerte Anzahl kürzerer Brücken, bei denen eine resonante Anregung bei Zugüberfahrt möglich ist. Ob das DLM-PT/FT auch für diese Brücken anwendbar ist oder angepasst werden muss, soll im Rahmen einer Untersuchung in diesem Forschungsprojekt ermittelt werden. Die Erfahrungspraxis zeigt auch, dass manche Bestandsbrücken nach dem (aktuell gültigen) HSLM rechnerisch nicht nachgewiesen werden können. Der Nachweis der zulässigen vertikalen Beschleunigung und andere Nachweise können vermutlich bei einer Anwendung des neuen DLM-PT/FT von einer größeren Anzahl von Eisenbahnbrücken nicht erbracht werden. Es muss deshalb untersucht und verglichen werden, welche Auswirkungen die zwei dynamischen Lastmodelle HSLM nach DIN EN 1991-2 und DLM-PT/FT auf Neubau- und Bestandbrücken in Deutschland haben könnten.
Verfahren Art des Verfahrens
Offenes Verfahren ✅ Administrative Informationen
Frist für den Eingang von Angeboten oder Teilnahmeanträgen: 2024-11-12 12:00:00 📅
Bedingungen für die Öffnung der Angebote: 2024-11-13 08:00:00 📅
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch 🗣️
Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen Bedingungen für die Teilnahme
Liste und kurze Beschreibung der Bedingungen:
“Die Eignungskriterien für die Teilnahme an dieser öffentlichen Ausschreibung lauten: Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (Unterpunkt 3.2. der...”
Liste und kurze Beschreibung der Bedingungen
Die Eignungskriterien für die Teilnahme an dieser öffentlichen Ausschreibung lauten: Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (Unterpunkt 3.2. der Bieterinformation), wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (Unterpunkt 3.3.); sowie Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (Unterpunkt 3.4.). Bei Bietergemeinschaften ist kurz darzustellen, wie die Partner zu einem Arbeitspaket beitragen und die Eignung im gesamten Projekt sichergestellt wird.
Eignungskriterien werden nicht gewichtet. Die Prüfung erfolgt aufgrund der eingereichten Eigenerklärung zur Eignung (Anlage 3) und der Referenzliste (Anlage 2). Nachweise werden nur vom späteren Auftragnehmer abgefordert.
Mehr anzeigen Technische und berufliche Fähigkeiten
Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien:
“In Bezug auf die technische und berufliche Leistungsfähigkeit müssen folgende Anforderungen vom Bieter erfüllt werden:
Wissenschaftliche Kompetenz und...”
Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien
In Bezug auf die technische und berufliche Leistungsfähigkeit müssen folgende Anforderungen vom Bieter erfüllt werden:
Wissenschaftliche Kompetenz und aktuelle, einschlägige Kenntnisse zu folgenden Eignungskriterien:
1. Eisenbahnbrückendynamik; mindestens 2 Veröffentlichungen in der nationalen oder inter-nationalen Fachpresse in den letzten 5 Jahren;
2. Modellierung, Berechnung und Führung statischer Nachweise von Eisenbahnbrücken;
3. Sensor-, Messtechnik, problemorientierte Datenanalyse (u. a. Frequenzanalyse), Umgang mit großen Datenmengen;
4. Konzeption, Durchführung und Auswertung von wissenschaftlichen Untersuchungen;
5. Erstellung von wissenschaftlichen Berichten.
Die technische und berufliche Leistungsfähigkeit wird anhand einer vom Bieter zusammen¬gestellten Referenzliste für die oben geforderten Kompetenzen überprüft. Daher ist ein aussagekräftiger Nachweis über einschlägige Qualifikationen und Kompetenzen - z. B. durch vergleichbare Projekte und Veröffentlichungen (je min. 1, max. 5, aussagekräftige, möglichst aktuelle Quellen) - beizufügen.
Zu jeder Referenz sind folgende Angaben unter Verwendung des Vordrucks der Anlage 2 (Referenzliste) zu machen:
Auftraggeber, inkl. Kontaktdaten;
Inhaltlich aussagekräftige Kurzbeschreibung des Projektes. Der Bieter hat den Bezug zur ausgeschriebenen Leistung nachvollziehbar zu belegen;
Zuordnung zum geforderten Eignungskriterium;
Leistungszeitraum.
Es ist darüber hinaus nachzuweisen, dass die mit der Durchführung der einzelnen Teilleistungen beauftragten Personen die hierfür notwendigen Kompetenzen und Kenntnisse haben, durch z.B. Abschlusszeugnisse, Qualifikationsnachweise, Referenzprojekte.
Die Bildung einer Bietergemeinschaft zur besseren Abdeckung der geforderten technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit ist möglich. Die Aufgabenverteilung und die Zuständigkeiten für jede Teilleistung müssen dargelegt werden und es muss die Benennung eines Projektverantwortlichen erfolgen.
Mehr anzeigen Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien:
“Der Nachweis erfolgt mittels Eigenerklärung des Bieters (Anlage 3).”
Ergänzende Informationen Körper überprüfen
Name: Vergabekammer des Bundes
Nationale Registrierungsnummer: 00000
Postanschrift: Kaiser-Friedrich-Str. 16
Postleitzahl: 53113
Postort: Bonn
Region: Bonn, Kreisfreie Stadt🏙️
Land: Deutschland 🇩🇪
E-Mail: info@bundeskartellamt.bund.de📧
Telefon: 0228 9499-0📞 Informationen über elektronische Arbeitsabläufe
Die elektronische Rechnungsstellung wird akzeptiert
Die elektronische Bestellung wird verwendet
Elektronische Zahlung wird verwendet
Quelle: OJS 2024/S 178-548010 (2024-09-11)