FE 07.0330/2025/AGB - „Verdichtung von Temperaturabgesenkten Asphalten in situ und deren Umsetzung im Labor“

Bundesanstalt für Straßenwesen

Mit dem neuen Arbeitsplatzgrenzwert für Dämpfe und Aerosole bei der Heißverarbeitung von Bitumen werden künftig im Straßenbau überwiegend Temperaturabgesenkte Asphalte (TA-Asphalte) zum Einsatz kommen müssen. Durch die Verwendung von TA-Asphalten wird aber auch das für das Erreichen des geforderten Verdichtungsgrades zur Verfügung stehende Zeitfenster bei der Verdichtung zum Teil erheblich verkürzt werden. Dies macht den Einsatz von angepassten Verdichtungskonzepten insbesondere im Rahmen der Walzverdichtung in situ beim Asphalteinbau erforderlich. Die Reduzierung der Herstellungs- und Verdichtungstemperatur wird in Abhängigkeit der gewählten Technologien über eine Reduzierung der Viskosität des Bindemittels (Zugabe von viskositätsverändernden organischen Zusätzen und Verwendung von gebrauchsfertig viskositätsveränderten Bitumen), mit dem Aufschäumen des Bindemittels (durch den Einsatz von Zeolithen mit physikalisch eingebundenem Wasser oder durch die Direktzugabe von Wasser zur gezielten Herstellung von Schaumbitumen) oder mittels oberflächenaktiven Zusätzen, welche die Oberflächenspannung zwischen Bitumen und Gestein reduzieren, erreicht. Dabei ist die Wirkungsweise und somit der Einfluss auf den temperaturabhängigen Verdichtungswiderstand unterschiedlich. Aufgrund der komplexen Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichen Technologien zur Temperaturabsenkung, der Mischgutzusammensetzung, den Einbaurandbedingungen, den Temperaturniveaus und der während des Verdichtungsvorgangs sinkenden Asphalttemperaturen sind neue Verdichtungskonzepte insbesondere im Rahmen der Walzverdichtung in situ anzuwenden. Diese sind auf die vorgenannten Faktoren abzustimmen. Ziel des Forschungsprojektes ist es, Konzepte für die optimale Verdichtung von TA-Asphalten unter Berücksichtigung von den verschiedenen Technologien zur Temperaturabsenkung zu erarbeiten. Dabei sind sowohl Strategien für die Vorgehensweise bei der Verdichtung im Feld als auch für den Einsatz von Referenzverdichtungsverfahren im Labor zu erarbeiten. Dies soll durch die Anlage von Probefeldern mit variierten Verdichtungsregimes sowie begleitend durch Verdichtungsprüfungen im Labor mit systematisch variierten Verdichtungsbedingungen (Verdichtungsverfahren, Verdichtungsenergie, Verdichtungstemperatur) erfolgen. Darauf aufbauend ist zudem ein Vorschlag zur Bewertung der in der Praxis erreichten Verdichtung von TA-Asphalten zu erarbeiten.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2025-09-30. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2025-07-28.

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2025-07-28 Auftragsbekanntmachung
Auftragsbekanntmachung (2025-07-28)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: FE 07.0330/2025/AGB - „Verdichtung von Temperaturabgesenkten Asphalten in situ und deren Umsetzung im Labor“
Referenznummer: Z2kä-FE 07.0330/2025/AGB
Kurze Beschreibung:
Mit dem neuen Arbeitsplatzgrenzwert für Dämpfe und Aerosole bei der Heißverarbeitung von Bitumen werden künftig im Straßenbau überwiegend Temperaturabgesenkte Asphalte (TA-Asphalte) zum Einsatz kommen müssen. Durch die Verwendung von TA-Asphalten wird aber auch das für das Erreichen des geforderten Verdichtungsgrades zur Verfügung stehende Zeitfenster bei der Verdichtung zum Teil erheblich verkürzt werden. Dies macht den Einsatz von angepassten Verdichtungskonzepten insbesondere im Rahmen der Walzverdichtung in situ beim Asphalteinbau erforderlich. Die Reduzierung der Herstellungs- und Verdichtungstemperatur wird in Abhängigkeit der gewählten Technologien über eine Reduzierung der Viskosität des Bindemittels (Zugabe von viskositätsverändernden organischen Zusätzen und Verwendung von gebrauchsfertig viskositätsveränderten Bitumen), mit dem Aufschäumen des Bindemittels (durch den Einsatz von Zeolithen mit physikalisch eingebundenem Wasser oder durch die Direktzugabe von Wasser zur gezielten Herstellung von Schaumbitumen) oder mittels oberflächenaktiven Zusätzen, welche die Oberflächenspannung zwischen Bitumen und Gestein reduzieren, erreicht. Dabei ist die Wirkungsweise und somit der Einfluss auf den temperaturabhängigen Verdichtungswiderstand unterschiedlich. Aufgrund der komplexen Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichen Technologien zur Temperaturabsenkung, der Mischgutzusammensetzung, den Einbaurandbedingungen, den Temperaturniveaus und der während des Verdichtungsvorgangs sinkenden Asphalttemperaturen sind neue Verdichtungskonzepte insbesondere im Rahmen der Walzverdichtung in situ anzuwenden. Diese sind auf die vorgenannten Faktoren abzustimmen. Ziel des Forschungsprojektes ist es, Konzepte für die optimale Verdichtung von TA-Asphalten unter Berücksichtigung von den verschiedenen Technologien zur Temperaturabsenkung zu erarbeiten. Dabei sind sowohl Strategien für die Vorgehensweise bei der Verdichtung im Feld als auch für den Einsatz von Referenzverdichtungsverfahren im Labor zu erarbeiten. Dies soll durch die Anlage von Probefeldern mit variierten Verdichtungsregimes sowie begleitend durch Verdichtungsprüfungen im Labor mit systematisch variierten Verdichtungsbedingungen (Verdichtungsverfahren, Verdichtungsenergie, Verdichtungstemperatur) erfolgen. Darauf aufbauend ist zudem ein Vorschlag zur Bewertung der in der Praxis erreichten Verdichtung von TA-Asphalten zu erarbeiten.
Mehr anzeigen
Art des Vertrags: Dienstleistungen
Produkte/Dienstleistungen: Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung 📦
Geschätzter Wert ohne MwSt: 168067.23 EUR 💰
Beschreibung
Interne Kennung: Z2kä-FE 07.0330/2025/AGB
Postleitzahl: 51427
Stadt: Bergisch Gladbach
Land: Deutschland 🇩🇪
Ort der Leistung: Rheinisch-Bergischer Kreis 🏙️
Vergabekriterien
Qualitätskriterium (Bezeichnung): Qualität
Qualitätskriterium (Gewichtung): 50
Preis
Preis (Gewichtung): 50
Titel
Los-Identifikationsnummer: LOT-0000

Verfahren
Art des Verfahrens
Offenes Verfahren
Rechtsgrundlage: Richtlinie 2014/24/EU
Zentrale Elemente des Verfahrens:
Es gelten die für das Verfahren veröffentlichten Teilnahmebedingungen (Nr. 3 der Vergabe- und Vertragsunterlagen).
Administrative Informationen
Frist für den Eingang von Angeboten oder Teilnahmeanträgen: 2025-09-30 06:00:00 📅
Bedingungen für die Öffnung der Angebote: 2025-09-30 09:00:00 📅
Bedingungen für die Öffnung der Angebote (Informationen über die befugten Personen und das Öffnungsverfahren): Die Angebotsöffnung ist nicht öffentlich.
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch 🗣️
Mindestzeitraum, in dem der Bieter das Angebot aufrechterhalten muss: 13 Wochen
Bedingungen für die Einreichung eines Angebots
Die Bieter können mehrere Angebote einreichen
Eröffnungstermin: 2025-09-30 09:00:00 📅
Zusätzliche Informationen: Die Angebotsöffnung ist nicht öffentlich.
Elektronische Rechnungsstellung: Erforderlich
Die elektronische Bestellung wird verwendet
Elektronische Zahlung wird verwendet
Zusätzliche Informationen: siehe § 56 VgV
Vergabekriterien
Gewichtungsart: Gewichtung (Prozentanteil, genau)
Bedingungen für die Einreichung eines Angebots
Der Vertrag enthält Bedingungen zur Vertragsausführung

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Eignungskriterium: Andere wirtschaftliche oder finanzielle Anforderungen
Liste und kurze Beschreibung der Regeln und Kriterien:
- Eine aktuelle Bankerklärung (nicht älter als drei Monate nach Ausstellungsdatum), Körperschaften des öffentlichen Rechts können die finanzielle Leistungsfähigkeit durch eine Eigenerklärung nachweisen. und - ein aktueller Nachweis über eine bestehende Berufs- bzw. Betriebshaftpflichtversicherung für Personen-, Vermögens- und Sachschäden, die über die Gesamtlaufzeit des Forschungsvorhabens Gültigkeit besitzt oder eine Eigenerklärung, in der der Bieter bestätigt, dass er sich im Fall der Zuschlagserteilung dazu verpflichtet, eine Berufs- bzw. Betriebshaft-pflichtversicherung im o. g. Sinne abzuschließen und den entsprechenden Nachweis vorzulegen. Körperschaften des öffentlichen Rechts können den Rechtsstatus durch eine Eigenerklärung nachweisen. Die aufgeführten Anforderungen sind Mindestanforderungen.
Mehr anzeigen
Eignungskriterium: Referenzen zu bestimmten Dienstleistungen
Liste und kurze Beschreibung der Regeln und Kriterien:
Kenntnisse und Erfahrung in der Durchführung und Abwicklung von F+E-Projekten im Bereich der Asphalttechnologie, konventionellen und perfor-manceorientierten Asphaltprüfungen sowie TA-Technologien, nachzuweisen durch mindestens 1 Referenzprojekt aus den letzten 5 Jahren. - Einzutragen in die Referenzliste Nr. 1. Die aufgeführten Anforderungen sind Mindestanforderungen. Die aufgeführten Anforderungen sind Mindestanforderungen.
Mehr anzeigen
Kenntnisse und Erfahrung in der Anwendung von unterschiedlichen Verdichtungskonzepten und -technologien von Asphaltstraßenbefestigungen sowie TA-Technologien in situ, nachzuweisen durch mindestens 1 Referenzprojekt aus den letzten 5 Jahren. - Einzutragen in die Referenzliste Nr. 2. Die aufgeführten Anforderungen sind Mindestanforderungen.
Mehr anzeigen
Ausschlussgrund: Verstoß gegen die in den rein innerstaatlichen Ausschlussgründen verankerten Verpflichtungen
Beschreibung der Ausschlussgründe:
Es gelten die in § 123 GWB und § 124 GWB genannten Ausschlussgründe. Nichtvorliegen der genannten Ausschlussgründe sind nachzuweisen durch Eigenerklärung, siehe Vergabeunterlage Nr. 4b (vgl. Teilnahmebedingungen Nr. 4.4).

Öffentlicher Auftraggeber
Name und Adressen
Name: Bundesanstalt für Straßenwesen
Nationale Registrierungsnummer: 0204:991-00122FUE-48
Postanschrift: Brüderstraße 53
Postleitzahl: 51427
Postort: Bergisch Gladbach
Region: Rheinisch-Bergischer Kreis 🏙️
Land: Deutschland 🇩🇪
Kontaktperson: Referat Z2, Externe Forschungsvergabe
E-Mail: forschungsvergabe@bast.de 📧
Telefon: 000 📞
URL: https://www.bast.de 🌏
Art des öffentlichen Auftraggebers
Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde
Haupttätigkeit
Allgemeine öffentliche Verwaltung
Kommunikation
Dokumente URL: https://www.evergabe-online.de/tenderdocuments.html?id=790594 🌏
Teilnahme-URL: https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=790594 🌏
Elektronische Einreichung: Erforderlich

Ergänzende Informationen
Zusätzliche Informationen
Die Ausschreibung erfolgt unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit der Haushaltsmittel. Ein Zuschlag kann erst nach Verabschiedung des Haushalts 2025 erfolgen. Das BMF geht derzeit von einer Verabschiedung des Bundeshaushalts im September 2025 aus.
Körper überprüfen
Name: Bundeskartellamt
Nationale Registrierungsnummer: t:022894990
Abteilung: Vergabekammer des Bundes
Postanschrift: Kaiser-Friedrich-Straße 16
Postleitzahl: 53113
Postort: Bonn
Region: Bonn, Kreisfreie Stadt 🏙️
Land: Deutschland 🇩🇪
E-Mail: vk@bundeskartellamt.bund.de 📧
Telefon: +49 228 9499 0 📞
Fax: +49 228 9499163 📠
URL: https://bundeskartellamt.bund.de 🌏
Verfahren zur Überprüfung
Genaue Informationen über Fristen für Überprüfungsverfahren:
Für die Einlegung von Rechtsbehelfen gelten folgende Fristen: - Einlegung einer Rüge als Voraussetzung für den Nachprüfungsantrag, § 160 Abs. 3 S.1 Nr.1 GWB: Innerhalb von 10 Kalendertagen nach Erkennen des Vergabeverstoßes. - Einlegung eines Nachprüfungsantrages, § 160 Abs. 3 S.1 Nr.4 GWB: Spätestens 15 Tage nach Zurückweisung der Rüge durch den öffentlichen Auftraggeber. - Feststellung der Unwirksamkeit einer Zuschlagserteilung: Innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bewerber/Bieter durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrages, jedoch nicht später als sechs Monate nach Vertragsschluss. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung.
Mehr anzeigen
Informationen über elektronische Arbeitsabläufe
Die elektronische Rechnungsstellung wird akzeptiert
Bekanntmachungsangaben
Bevorzugtes Datum der Veröffentlichung: 2025-07-28+02:00 📅
Quelle: OJS 2025/S 144-498197 (2025-07-28)